Vorarlberg: Mehr Verdachtsfälle, aber kein neuer Patient

In Vorarlberg steigt die Zahl der Verdachtsfälle weiter an. Einen weiteren bestätigten Patient gibt es jedoch nicht.
Wie das Land Vorarlberg bekannt gibt, verzeichnet man mit Stand Samstag, 15 Uhr, 111 Verdachtsfälle in Vorarlberg. Davon wurden 101 negativ getestet, zu dem bestätigten Fall des 30-jährigen Mellauers kam kein weiterer bestätigter CoViD-19-Fall hinzu. Neun Verdachtsfälle seien noch in der Abklärung.
79 Fälle in Österreich
Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen in Österreich ist auf 81 gestiegen. Die AUVA kündigt an, nicht notwendige Operationen fallweise zu verschieben, um die dringend unfallchirurgische Behandlung sicherstellen zu können.
21.000 Masken im Bus geschmuggelt
Bei der Anhaltung eines türkischen Reisebusses am Donnerstag in Wien sind Zöllner auf 21.000 geschmuggelte Einmal-Mundschutzmasken gestoßen. Diese hatten keine Zertifizierung, dass das Produkt den geltenden europäischen Richtlinien entspricht. Die Täter hätten angesichts der aktuellen Nachfrage aus dem Verkauf “mindestens 50.000 Euro Gewinn” lukrieren können, berichtete das Finanzministerium.
Weltweit wurden bisher laut John Hopkins Universität (Stand Samstag, 15.00 Uhr) insgesamt 102.471 bestätigte Fälle bekannt gegeben. Die Anzahl der Todesfälle beträgt diesen Daten zufolge weltweit derzeit 3.491, die Anzahl der Genesenen 57.426.
Italien ruft Ärzte aus Ruhestand zurück
In Deutschland sind inzwischen insgesamt 684 Personen von der Krankheit betroffen, wie das Robert-Koch-Institut in der Früh auf seiner Homepage mitteilte. In Italien gab es bisher 4.636 Erkrankte, berichtete das Innenministerium. In Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien ist am Samstag das erste Coronavirus-Todesopfer gemeldet worden, eine 87-jährige Seniorin. Italien ruft mittlerweise Ärzte aus dem Ruhestand zurück.
Kleinstadt unter Quarantäne
Nach einer Häufung von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist die gesamte nordspanische Kleinstadt Haro unter Quarantäne gestellt worden. Die Regionalregierung von La Rioja teilte am Samstag mit, Sondermaßnahmen seien ergriffen worden, weil in der 11 000-Einwohnerstadt die Mehrzahl der 39 Coronavirus-Infizierten dieser Region wohnten. Viele der Infizierten waren Teil einer Trauergemeinde und dürften sich auf der Beerdigung infiziert haben. Spanien hat bisher mehr als 400 Coronavirus-Fälle verzeichnet, acht Menschen starben an der davon ausgelösten Lungenkrankheit CoViD-19.
In China sind unterdessen nach Regierungsangaben bereits 78 Millionen Wanderarbeiter an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt. Durch diese Bevölkerungswanderung nehme das Risiko einer Ansteckung mit dem Virus zu. China werde daher seine Bemühungen zur Eindämmung der Virusausbreitung fortsetzen.
Südkorea riegelt Wohnblöcke ab
Nach dutzenden positiven Tests haben die südkoreanischen Behörden zwei Wohnblocks abgeriegelt. Die mehr als 140 Bewohner des Komplexes in der Millionenstadt Daegu seien unter Quarantäne gestellt worden, sagte Bürgermeister Kwon Young Jin. In den beiden Wohnblocks leben den Angaben zufolge 94 Anhänger der christlichen Sekte Shincheonji Church of Jesus, mit der die meisten Infektionsfälle in Südkorea im Zusammenhang stehen.
Erste Fälle in Malta und USA
Auch Malta hat einen ersten Fall: Bei der Patientin handelt es sich um eine zwölfjähriges Mädchen aus Italien, hieß es aus dem Gesundheitsressort. Die US-Gesundheitsbehörden haben erstmals Todesfälle durch das neuartige Coronavirus an der Ostküste des Landes gemeldet. Zwei Menschen seien in Florida an der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.
Israel verschärft Maßnahmen
Israel könnte mit Blick auf die Coronakrise die restriktiven Einreiseregelungen auf weitere Länder Europas und die USA ausweiten. Das israelische Gesundheitsministerium arbeite laut Berichten an entsprechenden Ankündigungen. Erwogen werde, Rückkehrer aus europäischen Ländern ohne Unterschied unter Quarantäne zu stellen. Europäern würde die Einreise verweigert.