Masernfall in Göfis: Acht Kinder werden isoliert

Test bei Lehrern zeigt, dass alle Antikörper gegen Masern haben. Acht Kinder sind ungeimpft und müssen voraussichtlich bis am 30. April zu Hause bleiben.
Göfis Weil ein Volksschüler in Göfis die Masern hat, müssen nun weitere acht Schulkollegen zu Hause bleiben: Sie haben keine Antikörper gegen Masern, sie wurden nicht geimpft, wie Direktorin Sigrid Schmiedle auf VN-Anfrage bekannt gab. Für die verbliebenen 80 Schüler geht es hingegen nach den Ferien, ab dem 23. April, mit dem Unterricht wie gewohnt weiter. Denn die Titer-Bestimmung beim Lehrpersonal hat gezeigt, dass alle Antikörper gegen Masern haben: Sie haben die Krankheit gehabt oder wurden geimpft, konnten aber diesen Status vorab nicht nachweisen. Eine reine Angabe über erfolgte Impfung oder Krankheit reicht den Behörden nämlich nicht.
Isolierung heißt nicht Ferien
Das bedeutet, dass die 80 geimpften Schüler die Ferien ohne Einschränkung genießen können. Anders ist das im Fall der acht Schüler, die isoliert werden müssen. Sie müssen für die Dauer der Ansteckungsgefahr, also bis längstens zum 1. Mai, abgesondert bleiben. Sie werden die Osterferien in den eigenen vier Wänden verbringen müssen. Ein kleines Schlupfloch bleibt dabei noch: Bisher ist beim Masern-Patienten die Krankheit nur anhand der Symptome nachgewiesen. Wenn ein Antikörper-Test, der Anfang nächster Woche durchgeführt werden kann, negativ ausfällt, könnte die Sperre aufgehoben werden. Das scheint aber unwahrscheinlich, wie Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher erklärt: Zwei Ärzte seien zum eindeutigen Befund von Masern gekommen. Wo sich das Kind angesteckt hat, ist noch nicht bekannt, laut Angaben der Eltern muss das nämlich in Vorarlberg erfolgt sein. Aber es gibt keinen zweiten bekannten Masernfall.