Aus Wut: Mann zückte Messer im Krankenhaus Dornbirn

Weil seine Frau nicht schwanger ist, zog ein Vorarlberger in der gynäkologischen Abteilung ein Messer. Es wurde niemand verletzt.
Dornbirn Am frühen Montagabend gegen 18.15 Uhr in der gynäkologischen Abteilung des Krankenhauses der Stadt Dornbirn: Ein 35-jähriger Vorarlberger hatte gemeinsam mit seiner laut Polizei “angeblich schwangeren Frau” die Station aufgesucht. Als das Paar von zwei anwesenden Ärztinnen erfuhr, dass die Frau doch nicht schwanger sei, wurde der Mann wütend.
Keine Drohungen
Er zückte ein Messer mit einer elf Zentimeter langen Klinge aus der Scheide. Doch die Situation eskalierte nicht. Ohne Drohungen auszustoßen, verließ der Mann das Behandlungszimmer, um kurz darauf wieder zurück zu kehren. Diesmal jedoch mit eingestecktem Messer. Der Eintritt wurde allerdings ihm durch das Versperren der Eingangstüre verwehrt und gleichzeitig die Polizei alarmiert. Die Beamten trafen umgehend ein. Der 35-Jährige ließ sich widerstandslos festnehmen. Wie sich herausstellte, besteht gegen den Vorarlberger ein aufrechtes Waffenverbot. Er wird wegen Übertretung nach dem Waffengesetz angezeigt.
Stellungnahme der Bürgermeisterin
„Der Vorfall am Montagabend hat gezeigt, dass das Sicherheitskonzept mit der Alarmierung hervorragend funktioniert hat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Krankenhaus haben rasch und richtig reagiert und die sofort eintreffenden Beamten konnten den Mann in Gewahrsam nehmen“, betonte die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann in einer Stellungnahme.“
Der Vorfall am Montagabend hat gezeigt, dass das Sicherheitskonzept mit der Alarmierung hervorragend funktioniert hat.
Andrea Kaufmann
Bürgermeisterin Dornbirn
Die Vorfälle der vergangenen Wochen haben dazu geführt, die Sicherheitskonzepte in den öffentlichen Gebäuden der Stadt Dornbirn zu überprüfen. Im städtischen Krankenhaus werden die neuralgischen Punkte und sensiblen Bereiche wie Einfahrten, Wartezonen oder auch Flure im sehr großem Umfang kameraüberwacht. Zudem verfügen einige Stationen über elektronische Zugangssysteme. Der Zutritt zu den Abteilungen kann damit eingeschränkt werden. Über die Notruftaste am Telefon können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Portier informieren, der alle weiteren Schritte einleitet.