Geschlechtertrennung an afghanischen Hochschulen
Taliban verkünden neue Regeln. Beratung über humanitäre Hilfen.
Kabul Der 11. September 2001 besiegelte das Ende der Herrschaft der Taliban in Afghanistan. 20 Jahre später – genau zu jenem Zeitpunkt, zu dem in den USA der Opfer von 9/11 in bewegenden Trauerfeiern gedacht wird – sind sie wieder an der Macht. Am Sonntag verkündete der amtierende Taliban-Minister für höhere Bildung, Frauen zwar an Universitäten zulassen zu wollen. Der Unterricht müsse aber strikt geschlechtergetrennt sein und entsprechende Kleidungsvorschriften sowie Grundsätze des Islam zu den nationalen Werten, Sitten und Gebräuchen eingehalten werden. Heute, Montag, tritt unterdessen die internationale Gemeinschaft zusammen, um über humanitäre Hilfe für das Land zu beraten. Zerstörung, Vertreibung und Hungersnöte gehören in Afghanistan mittlerweile für viele zum Alltag. »D7