Schulen nutzten Stunden nicht aus

VN Titelblatt / 29.07.2021 • 22:44 Uhr

Förderangebot blieb auch wegen Lehrermangels liegen.

Wien Die vom Bildungsministerium angebotenen Zusatzförderstunden wurden nicht vollständig abgeholt. Während die Abschlussklassen fast alle nutzten, waren es in den anderen Schulstufen zwei Drittel. In Vorarlberg seien es zwischen 50 und 60 Prozent gewesen, sagt Andreas Kappaurer, pädagogischer Leiter in der Bildungsdirektion. Grund dafür ist unter anderem fehlendes Personal. So hätte jede Klasse Anspruch auf zwei zusätzliche Wochenstunden. Bei einer Schule mit zehn Klassen, wären dies schon 20 Stunden – also eine Lehrerstelle. „Das ist nicht ohne“, sagt Kappaurer. Es sei nicht möglich gewesen, mitten im Jahr neue Pädagogen anzustellen, weil es sie nicht gibt. In vielen Fällen hätte man den Lehrern auch keine weiteren Überstunden zumuten können. Diese leisteten bereits viele. Im Schuljahr 2019/20 waren es in Vorarlberg 417.000 Stunden. Im kommenden Schuljahr gibt es die Zusatzförderstunden weiterhin, aber in leicht abgespeckter Form. Kappaurer hofft, dass die Abrufquote höher wird, zumal die Einteilung zu Beginn des Schuljahres einfacher sei als in der Mitte. »A2

„Wir konnten mitten im Jahr keine zusätzlichen Lehrer anstellen, weil es sie nicht gibt.“