Ernährung bei der Königsetappe

Sport / 23.04.2026 • 19:27 Uhr
Ernährung bei der Königsetappe

Das Tour-of-the-Alps-Tagebuch von Team-Vorarlberg-Fahrer Kilian Feurstein (22).

Wie ernährt man sich eigentlich bei der Königsetappe der Tour of the Alps? Von besonderer Bedeutung sind vor allem Kohlenhydrate und Eiweiß. Die Kohlenhydrate sorgen für die nötige Energie, und Eiweiß spielt vorwiegend für die Regeneration eine entscheidende Rolle. Fette und Ballaststoffe werden in einem Etappenrennen vernachlässigt, um den Magen-Darm-Trakt nicht noch mehr zu belasten. Hinzu kommen dann noch die extremen Mengen: Heute habe ich über 7000 Kalorien verbrannt. Diese Energie muss dem Körper wieder zugeführt werden. Große Abwechslung auf dem Teller gibt es dabei nicht, man isst mehr oder weniger jeden Tag das Gleiche. Man macht keine Experimente und hält die Ernährung sehr simpel.

Zum Frühstück gibt es oft schon die erste Portion Reis, aber auch Müsli und Weißbrot sind beliebt. Ohne eine ausreichende Kohlenhydratzufuhr kommt man schnell in den sogenannten “Hungerast” und die Leistungsfähigkeit nimmt drastisch ab. Deshalb achte ich bei schweren Etappen bzw. hoher Belastung über einen langen Zeitraum, so wie heute, auch im Rennen auf eine ausreichende Kohlenhydratzufuhr. Nach derzeitigem Wissenschaftsstand gelten 120 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde als die maximale Menge, die der Körper aufnehmen kann.

Hobbysportler:innen empfehle ich diese Mengen aber keinesfalls, denn auch der Magen-Darm-Trakt muss erst langsam an diese Mengen gewöhnt werden. Im Rennen ernähre ich mich ausschließlich von Gels und Kohlenhydratpulver, welches mit Wasser angemischt wird. Auf feste Nahrung wie einen Riegel oder eine Banane verzichte ich persönlich bei einem Rennen. Nach der Etappe hilft der Eiweißshake, um schnell wieder zu regenerieren. Als Snack zwischendurch esse ich auch gerne ein paar Gummibärchen. Am Abend gibt es vorrangig Pasta und Reis mit magerem Fleisch oder ein Stück Fisch.