Stüssi im Sog der Besten, Zangerle im Bergtrikot

Sport / 22.04.2026 • 20:47 Uhr
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Tobias Nolde und Emanuel Zangerle sowie die Italiener Tommaso Dati (Etappenzweiter) und Gabriele Bessega (von links) or dem Start.gepa

Team-Vorarlberg-Fahrer auch am dritten Tour-of-the-Alps-Tag weiterhin top.

Arco Es war wahrlich eine brutale Etappe, die dritte anlässlich der Tour of the Alps. Von Beginn an erlebte das Peloton auf den 175 zu bewältigenden Kilometern sowie 3700 Höhenmetern von Latsch nach Arco ein Auf und Ab. Zumal gleich nach dem Start ein Massensturz für eine frühe Unterbrechung sorgte. Team-Vorarlberg-Profi Dominik Röber, der sich im vorderen Teil des Feldes positionierte und am zweiten Tag noch als “Angreifer” brillierte, war einer jener Fahrer, die zu Boden gingen. Trotz zahlreicher Abschürfungen und Schmerzen konnte der 26-jährige Deutsche die Etappe – im Gegensatz zu anderen Fahrern – beenden.

Rad Tour of the Alps 2026
Emanuel Zangerle im Bergtrikot. Stiehl

Nach der Wiederaufnahme des Rennens setzte das Team Vorarlberg mit einer frühen Attacke ein erstes Zeichen. Doch das Feld fuhr geschlossen und mit Topspeed in den ersten langen Anstieg zum Passo Castrin (1586 m). Nur die besten Bergfahrer konnten hier folgen, darunter erfreulicherweise auch Team-Vorarlberg-Leader Colin Stüssi und der junge Österreicher Philipp Hofbauer. Sie kämpften sich großartig über alle Berge durch das anspruchsvolle Südtirol bis ins Trentino.

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Philipp Hofbauer im Gespräch. Stiehl

Hofbauer musste zwar am letzten Anstieg nach Tenno abreißen lassen, zeigte sich aber dennoch sehr zufrieden mit seiner ansteigenden Form in den Bergen. “Es war heute mein bester Tag auf dem Rad in meiner Karriere”, freute er sich im Ziel über Tagesrang 48. Der Schweizer Stüssi hingegen konnte das hohe Tempo der Gesamtbesten um Tagessieger Tom Pidcock (GBR/Pinarello Q36,5) mitgehen. In der Gesamtwertung bleibt der Italiener Gulio Pellizarri (Red Bull BORA hansgrohe) voran, Stüssi verbesserte sich als bester Continental-Profi auf Gesamtrang 14.

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Bester aller Continental-Fahrer: Colin Stüssi. gepa

Alle Ergebnisse zur Tour of the Alps gibt es hier.

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Emanuel Zangerle (rechts) im Bergtrikot. gepa

Emanuel Zangerle verteidigte nicht nur sein Bergtrikot, sondern liegt auch in der Wertung “Breakaway King” in Front. Damit stand der 25-jährige Tiroler wieder zweimal auf dem Podest.

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Unter Schmerzen beendete Dominik Röber die Etappe. Stiehl

Tobias Nolde, der gestürzte Dominik Röber, sowie die toll kämpfenden Youngsters Kilian Feurstein und Ignazio Cireddu finishten diese schwere Prüfung erfolgreich und bewiesen große Moral.