Ein Wettlauf mit der Zeit

Sport / 22.04.2026 • 17:35 Uhr
Ein Wettlauf mit der Zeit

MRT zeigt bei Patrick Greil keine schwerwiegende Verletzung. Jetzt heißt es, genau abwägen.

Altach Es ist stets der Abschluss der intensiven Aufwärmphase, die Sprints. So auch am Dienstag vor der Heimpartie gegen die WSG Tirol. Da machte plötzlich bei Patrick Greil die rechte Wade zu. Nach einer kurzen Behandlung bzw. Untersuchung war klar: Der 29-Jährige wurde von der Startaufstellung gestrichen. “Eine Vorsichtsmaßnahme”, hieß es. Greil selbst sprach nach dem Schlusspfiff von der Hoffnung, dass keine gravierende Verletzung vorliegt. Eine MRT-Untersuchung sollte am Mittwoch Klarheit bringen. Eine genaue Diagnose gab der Club danach nicht bekannt, wohl auch aus “taktischen Gründen”. Bekannt wurde lediglich, dass es sich nicht um eine schwerwiegende Verletzung handeln soll. “Man wolle abwarten”, hieß es seitens des SCR Altach. Auch hinsichtlich der Schmerzentwicklung. Doch schon jetzt steht fest, dass die Genesung ein Wettlauf mit der Zeit wird. Zumindest, was einen Einsatz am Freitag (19.30 Uhr) im Spiel in Linz betrifft.

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Die Verletzung kommt für Altach sicherlich zum ungünstigsten Zeitpunkt. Das zeigte sich auch gegen Tirol, wo der Goalgetter und Assistgeber mit seinen Ideen und Abschlüssen vermisst wurde. Jetzt, da die Abstiegsrunde in die entscheidende Phase eingetreten ist und das Cupfinale (1. Mai, 16 Uhr) in Klagenfurt näherrückt, würde ein Ausfall von Greil richtig schmerzen.
“Wir haben es nicht geschafft, unsere Spielzüge sauber zu Ende zu spielen”, zeigten sich nach dem Spiel Filip Milojevic und Benedikt Zech durchaus selbstkritisch, um gleich zu ergänzen: “Ein Punkt ist ein Punkt, wir haben wieder zu Null gespielt – und das nehmen wir gerne mit. Das ist unser Anspruch als Abwehrspieler.” Dabei hatte man sich anfangs durchaus schwergetan, gegen eine WSG, die mit “sehr viel Energie hineingestartet ist und uns damit ein wenig überrumpelt hat (Zech)”. Erst nach der Pause sei der Energielevel wieder entsprechend gewesen, habe man auch die Wechselbälle gespielt, allein der letzte Pass in der gefährlichen Zone habe nicht gepasst.

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Filip Milojevic und Benedikt Zech (von links) im Duell mit WSG-Stürmer Thomas Sabitzer. gepa

Deshalb gelte es, so der 35-jährige Abwehrchef, wachsam zu bleiben. Gerade jetzt, da man zu BW Linz reist und die Stahlstädter nach drei Spielen ohne Gegentreffer (zwei Siege, ein Remis) sich auch tabellarisch im Aufwind befinden. “Das ist die Basis für jedes Spiel”, beurteilt Milojevic ein Match ohne Gegentor. “Und dann”, so der 21-Jährige, “vorne sauberer zu Ende spielen.”