Einer für alle, alle für einen

Team Vorarlberg schickt ein siebenköpfiges Aufgebot in den Kampf gegen WorldTour-Teams.
Innsbruck “Einer für alle, alle für einen” – ein Satz, der in der Schweiz sehr bekannt (Raiffeisen-Genossenschaft) ist, aber vor allem auch durch den Roman “Die drei Musketiere” des französischen Schriftstellers Alexandré Dumas des Älteren und die Verfilmung des Buches weltweite Popularität erhielt. Ab Montag gilt dieser Leitspruch für die “Gelben” aus dem Ländle, deren Leader ein Schweizer ist bei der Tour of the Alps.

In Innsbruck startet am Montag (20. bis 24. April) die fünf Etappen umfassende, grenzüberschreitende “TOTA” 2026. Mit am Start bei der Jubiläumstour (zehnte Auflage) – bis 2016 hatte der Name “Giro del Trentino” gelautet – auch das Team Vorarlberg. Zum dritten Mal, nach 2019 (mit Thalmann als Gesamtneunter) und 2025, ist das heimische Profiteam bei der UCI 2. Pro-Tour am Start.
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Angeführt wird das siebenköpfige Aufgebot von Kapitän Colin Stüssi. Der 32-Jährige, 2023 Gesamtsieger der Portugal-Rundfahrt, will nach seiner Verletzungspause seinen Rhythmus beim Kletterspektakel 2026 finden. Im Vorjahr belegte Stüssi in der Gesamtwertung Rang 25. Auch Teamkollege Philipp Hofbauer (23) – im Winter von KTM Graz ins Team Vorarlberg gewechselt – zeigte 2025 seine Kletterqualitäten und klassierte sich auf dem 35. Endrang.

Komplettiert wird das Team durch Kilian Feurstein (22), Emanuel Zangerle (25), Ignazio Cireddu (21), Dominik Röber (26) und Tobias Nolde (27). Alle mit dem Auftrag, sich fünf Tage so teuer wie möglich zu verkaufen. “Wir werden unseren Kapitän so gut wie möglich unterstützen”, sagt Youngster Feurstein, der mit Start in Innsbruck täglich ein “Tagebuch” von der Etappe liefern wird. Einziger Ausfall ist Giacomo Ballabio (ITA), welcher sich von einer Viruserkrankung noch nicht ganz erholt hat.

Klare Zielsetzung
Für Sportdirektor Paul Renger ist die Tour of the Alps einmal mehr eine “wichtige Standortbestimmung, gerade im Hinblick auf die weitere Saisonplanung”. Wartet doch schon am 1. Mai mit dem GP von Nenzing ein weiterer Höhepunkt. “Wir wissen um die Stärke der WorldTour-Teams, aber wir sind hier, um Akzente zu setzen und unsere Rolle im Rennen zu übernehmen. Gerade auf den Etappen in Österreich wollen wir die Initiative ergreifen und uns dem Publikum präsentieren”, so Paul Renger.
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Einmal mehr rückt bei der Tour of the Alps (TOTA) mit Giulio Pellizzari ein Italiener besonders in den Mittelpunkt. Während das Team Red Bull-BORA-hansgrohe klar auf den 22-Jährigen baut, fiebert eine ganze Radsport-Nation mit dem jungen Hoffnungsträger mit. Das hat seinen Grund: Seit 2013, als Vincenzo Nibali den damaligen Giro del Trentino für sich entschied, warten die “Azzurri” nämlich auf einen Heimsieg bei der TOTA. “2023 habe ich in der Alpenregion gesehen, dass ich mit den Besten der Welt mithalten kann. Jetzt will ich mehr”, gibt sich Pellizzari selbstbewusst. Doch Vorsicht! Auch der Australier Michael Storer (Tudor Pro Cycling) ist wieder am Start. Und der 29-Jährige möchte seinen Vorjahreserfolg wiederholen. Aber auch dessen Landsmann Ben O’Connor (Jayco-Alula) sowie der Kanadier Derek Gee (28/NSN Cycling Team) zählen im Kampf um den Gesamtsieg zum Favoritenkreis.