Aufakt gegen die “Wundertüte”

SW Bregenz startet morgen, 18 Uhr gegen Austria Klagenfurt die Mission Klassenerhalt in der 2. Liga.
Bregenz Letztes Wochenende durften die Kicker von SW Bregenz witterungsbedingt auswärts beim FAC Wien noch nicht ran. Frau Holle ließ es in der Bundeshauptstadt schneien. Morgen schaut die Welt laut Wetterexperten Carl Michael Belcredi anders aus. Wetterfrosch Quaxi sagt für den Frühjahrsauftakt der Schwarz-Weißen gegen Austria Klagenfurt (18 Uhr, ImmoAgentur Stadion) bestes Fußballwetter an. Sonnenschein und 12 Grad Celsius beim Ankick – Fußballherz, was willst du mehr?
Geht es nach SWB-Coach Andreas Heraf liegt die Antwort dafür auf der Hand: „Wir wünschen uns natürlich einen Heimsieg zum Auftakt. Wir wollen unsere Serie im eigenen Stadion nach zwei Siegen zuletzt im Herbst (Vienna und St. Pölten) ausbauen. Dafür haben wir in der Vorbereitung gearbeitet“.

Abstiegskampf als Realität
Und drei Punkte zum Auftakt würden die Bregenzer dringend brauchen. Denn der Kampf gegen den Abstieg ist längst Realität in der Landeshauptstadt Vorarlbergs. „Darüber gibt es keine zwei Meinungen. Wir starten als aktuell sportlich Letzter in das Frühjahr. Aufgrund der Umstände, Stripfing und Klagenfurt stehen ja als Absteiger fest, gilt es für uns, zumindest noch eine Mannschaft im Tableau in den noch ausstehenden zwölf Matches zu überholen“, macht der Coach keine Umschweife bezüglich der Zielsetzungen.

Der gebürtige Wiener sieht seine Mannschaft bereit dazu, der Anfang soll morgen gemacht werden. Doch beim Kärntner Traditionsklub kommt der gebürtige Wiener ins Grübeln, „weil wir überhaupt keine Infos über sie einholen konnten. Deren letztes Testspiel gegen Voitsberg wurde leider abgesagt, also müssen wir auf alles vorbereitet sein“, so Heraf, der anfügt, „was wir auch sein werden. Es gilt eben auf jegliche Varianten des Gegners reagieren zu können. Wobei eines auch klar ist: In erster Linie müssen wir auf uns schauen, unser Spiel durchbringen“.
Alter Bekannter

Der Insolvenzklub aus Klagenfurt reist laut Heraf als „Wundertüte“ nach Bregenz, „weil man nicht ausrechnen kann, mit wie viel Elan sie ans Werk gehen. Dazu haben sie auch einen neuen Coach, da wissen wir nicht wie, er spielen lässt“. Den besagten neuen Mann auf der Klagenfurter Trainerbank kennt man in Bregenz schon lange. Slobodan „Bobby“ Grubor kickte einst in der Bundesliga für Schwarz-Weiß, war zudem lange Co-Trainer unter Nenad Bjelica beim FC Lustenau, aber auch selbst Chefcoach bei den Blauhosen in der 2. Liga.
Umstände, die aber in den 90 Minuten sekundär sind, „weil unsere Devise klar auf Heimsieg getrimmt ist“, so Heraf, der statt des kranken Marco Rottensteiner erstmals Neuzugang Bonaventure Lendambi aus dem Kongo im Kader hat. Die Spielgenehmigung ist da, jene des Nigerianers David Otugo ist noch nicht im Ländle eingetroffen.