
Mit Siegtor Richtung Afrika Cup
Jack Lahne schoss mit späten Siegtreffer über Liefering seine Mannschaft zum so wichtigen Heimsieg.
Lustenau “Mehr Trainings brauche ich anscheinend nicht, es hat für den Siegtreffer gereicht”, scherzte Matchwinner Jack Lahne nach Spielende und sprach damit seine späte Rückkehr am Freitag aus Sambia an. Immerhin reichte es für eine kurze Privateinheit mit Coach Markus Mader vor dem Match. Gedankt hat Lahne es ihm und der Mannschaft mit dem Tor zu drei wichtigen Punkten.

Der Stürmer musste unter der Woche kurzfristig in seine Heimat, um letzte Formalitäten für sein Nationalteam zu unterfertigen, damit einer Teilnahme Lahne’s beim Afrika Cup, der vom 21. Dezember bis 18. Jänner 2026 in Marokko über die Bühne geht. Es ist davon auszugehen, dass der 24-Jährige dem Kader von Sambia angehören wird. In den letzten Testspielen zeigte er gar mit Toren auf.
Erster Austria-Kicker beim Afrika Cup
Damit wird Lahne wohl zum ersten Spieler aus dem Kader von Austria Lustenau, der beim Afrika Cup spielt. Ein Novum in der Vorarlberger Fußballwelt. Dem Letzten, dem dies vom Ländle aus gelungen ist, war Moumi Ngamaleu. 2022, zwar schon Teil vom Schweizer Traditionsverein Young Boys Bern, stürmteer für Kamerun und wurde Dritter. “Es ist eine große Sache für uns, wenn Jack Lahne tatsächlich für den Afrika Cup einberufen wird. Dort findet er eine große Bühne vor, auf der er sich empfehlen kann. Sicher nicht von Nachteil für die Austria”, erklärt Austria Trainer Markus Mader. Lahne verfügt in Lustenau noch über einen Vertrag bis 2026 plus einer Option auf ein weiteres Jahr. In den nächsten Tagen sollte die Einberufung für die Nationalmannschaft Sambias eintrudeln.

Mit seinem Siegtreffer machte Lahne erneut Werbung, doch in Lustenau war dessen eventuelle Einberufung Nebensache. Zu groß war die Freude über den so wichtigen Sieg im letzten Heimspiel des Jahres. Ein am Ende mehr als hart erarbeiteter Erfolg. Der lange wackelte.
Langes Zittern für Heimsieg
Die Schuld dafür lag ganz klar bei den Heimischen selbst. Denn alleine in den ersten zehn Minuten fanden die Grün-Weißen durch Amine Bouchenna zwei Riesenchancen zur frühen Führung vor. “Es war ein Spiegelbild zum Spiel im Sommer in Salzburg. Nur haben wir dort gleich zugeschlagen, diesmal haben wir die Chancen ausgelassen und es wurde eine richtig harte Partie”, so Austria-Trainer Mader.

Denn Liefering reagierte auf die stürmende Austria, adaptierte ihr Spiel und nahm den Lustenauern so den Wind aus den Flügeln. Im zweiten Durchgang waren es die Salzburger, die sogar die besseren Möglichkeiten vorfanden. Doch in der 64. Minute zeigte Coach Mader ein goldenes Händchen mit der Einwechslung von Lahne. In Minute 88 dankte es ihm der Stürmer.

Vier Zähler fehlen der Austria als Tabellenfünfter auf Spitzenreiter St. Pölten. Um sich weiter in der fünfköpfigen Spitzengruppe zu etablieren, wird es in Wels nächsten Freitag beim letzten Match des Jahres wieder drei Punkte brauchen.