“Höllenbedingungen” im Sandkasten

Vorarlbergs Seitenwagenduo Benny Weiss/Patrick Schneider in der WM-Wertung nach Belgien-GP auf Platz sieben.
Lommel Kein gewöhnlicher WM-Stopp für Vorarlbergs Seitenwagen-Motocross-Gespann. Lommel ist ein Prüfstein. Eine brutale Arena aus tiefem Sand, flirrenden Hitzeschwaden und knallhartem Sidecarcross, wo selbst die Besten der Welt an ihre Grenzen stoßen. Genau dort stellten sich Benny Weiss und Patrick Schneider am vergangenen Wochenende einer Aufgabe, die härter kaum sein konnte.
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Über 30 Grad zeigte das Thermometer, die berühmte Tiefsandpiste im belgischen Motocross-Mekka wurde zum Schreckgespenst für Mensch und Maschine. Doch Weiss und Schneider, bekannt für ihre Zähigkeit, nahmen den Kampf an. Der Start ins Wochenende verlief vielversprechend – bis zum Qualirennen. “Ein Team blieb direkt vor uns stehen. Wir lagen an vierter Stelle, hatten keine Chance auszuweichen und blieben stecken”, schildert Weiss die Schlüsselszene. Trotz des Missgeschicks schaffte man mit Platz zwölf noch die Qualifikation – aber der Preis war hoch: Startplatz 23 für beide Hauptrennen am Sonntag.

Und aus dem hinteren Mittelfeld ist die Weltspitze im Sand kaum zu knacken. Doch wer das Gespann Weiss/Schneider kennt, weiß: Aufgeben ist keine Option. Mit unbändigem Willen kämpften sie sich durch das Feld – Platz 17 im ersten Lauf, Platz 12 im zweiten. So eroberten sie wichtige Punkte für die WM-Wertung.

In dieser hält das Duo aktuell Platz sieben. Und das Beste: Nur 13 Zähler liegt man hinter dem holländischen Paar Justin Keuben/Dion Rietman. In der WM ist nun eine Pause angesagt, bevor es im deutschen Strassbessenbach, auf einem der schönsten Seitenwagenkurse, wieder um WM-Punkte geht.