Rekordstrafe für Ivan Horvat

Sport / 06.05.2025 • 17:20 Uhr
Rekordstrafe für Ivan Horvat
Markus Mahr zog sich bei der Attacke von Ivan Horvat einen mehrfachen offenen Nasenbeinbruch zu. GEPA

Nach dem Foul an Markus Mahr fasst Ivan Horvat eine Strafe aus, die es so noch nie gegeben hat.

Wien Die Szene erschütterte nicht nur das Ländle, sondern den gesamten europäischen Handballsports: In der 42. Minute des Viertelfinal-Krachers zwischen dem Alpla HC Hard und Bregenz Handball wurde Markus Mahr nach einem brutalen Foulspiel schwer verletzt vom Feld getragen. Nun steht das Urteil fest – und es ist deutlich: Ivan Horvat wird nach seiner Attacke bis 30. Juni 2027 gesperrt. Ein seltener, aber klares Signal aus dem Handballgericht des ÖHB.

Rekordstrafe für Ivan Horvat
Rekordstrafe für Ivan Horvat
Rekordstrafe für Ivan Horvat

Die Sperre umfasst insgesamt 26 Monate und elf Tage – ausgesprochen wegen grober Unsportlichkeit mit schwerer Verletzungsfolge, wie es in der offiziellen Begründung heißt. Grundlage war Paragraf 7.3.1 der ÖHB-Rechtsordnung, der in besonders drastischen Fällen eine Sanktion von bis zu vier Jahren vorsieht. Horvat wurde damit im mittleren Strafrahmen verurteilt.

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Was war passiert? Beim zweiten Spiel der Best-of-three-Serie in der HLA Meisterliga schlug die Stimmung am 30. April 2025 schlagartig um. In einem hitzigen Duell setzte Ivan Horvat zur Attacke an – mit schwerwiegenden Folgen. Markus Mahr erlitt einen offenen Nasenbeinbruch, musste notoperiert werden. Die Schiedsrichter zückten sofort die blaue Karte, die ein Disziplinarverfahren nach sich zieht.

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Das unabhängige Handballgericht des Österreichischen Handballbunds (ÖHB) wertete nicht nur den Bericht der Schiedsrichter und die TV-Bilder aus, sondern auch medizinische Unterlagen und Stellungnahmen beider Vereine sowie des Spielers selbst. Die Entscheidung: klar, streng – aber nachvollziehbar.

Zwei Wochen Zeit für Berufung

Besonders schwer wiegt, dass das Gericht der Berufung keine aufschiebende Wirkung gewährt. Ivan Horvat ist mit sofortiger Wirkung für alle Pflichtspiele gesperrt – unabhängig davon, ob er gegen das Urteil fristgerecht innerhalb von zwei Wochen Berufung einlegt oder nicht.

Für Markus Mahr, der bereits seinen Wechsel nach Deutschland zum VfL Potsdam bekannt gab, ist die Saison beendet. Ob und wann er zurückkehrt, ist unklar. Für Ivan Horvat hingegen ist die Zukunft zumindest vorerst geschrieben: Der Handballplatz bleibt bis Sommer 2027 tabu.