Altach-Noten in Hartberg: Druckerhöhung dank Selbstfaller

Sport / 04.05.2025 • 18:12 Uhr
Altach-Noten in Hartberg: Druckerhöhung dank Selbstfaller
Im Hartberger Regen ging Altach Baden – der Schwung aus dem Sieg verpuffte. GEPA

Altach muss beim 0:2 in der Oststeiermark den nächsten Dämpfer hinnehmen. Im Spiel nach vorne wird auf lange Bälle gesetzt, Gefahr kommt nicht auf. Hinten schlägt man sich selbst. Die VN-Spielernoten:

Hartberg Dauerregen, lange Bälle, Zweikämpfe ohne Ende – die Partie zwischen dem TSV Hartberg und dem SCR Altach war ein Prototyp für ein Spiel des unteren Playoffs.

Dass dieses zugunsten Hartbergs ausfiel, war verdient. Billige Ballverluste sorgten wiederholt für Hartberger Kontermöglichkeiten, Torhüter Dejan Stojanovic rettete die Null in die Kabine. Im Offensivspiel fehlten die großen Möglichkeiten, die weiten Bälle gewann Hartberg, und auch die zweiten Bälle landeten zu selten bei Altach.

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Dass die beiden Treffer schließlich aus einem Eigentor und einem Elfmeter fielen, war irgendwie sinnbildlich: Altach schlägt sich selbst, zerstört verlässlich jeden Funken Euphorie – und setzt sich im Abstiegskampf wieder unter Druck.

Torwart

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Dejan Stojanovic: Hielt Altach zweimal richtig stark im Spiel, parierte in Minute 21 entscheidend zur Ecke, wehrte kurz vor der Pause mit einem grandiosen Reflex gegen Prokop ab. Auch einen schwächeren Konterabschluss von Prokop in Hälfte zwei hatte Stojanovic sicher. Beim Eigentor zum 0:1 wirkte die Kommunikation mit Vordermann Gugganig aber nicht optimal. NOTE 2

Abwehr

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Sandro Ingolitsch: Nicht alle seine Aktionen gingen auf, aber er war enorm engagiert, war vorwiegend im Angriffsdrittel zu finden. Seine Einwürfe flogen ähnlich weit wie die von Ouedraogo auf der anderen Seite, ein solcher provozierte in Minute 15 fast ein Hartberger Eigentor. Einen Kopfball in der 19. Minute setzte er zu wenig platziert, in der 21. Minute wurde er bei einer Chance der Gastgeber stehengelassen. NOTE 3

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Benedikt Zech: Der Abwehrchef verschätzte sich einmal bei einem Kopfball (36.), spielte ansonsten aber eine souveräne Partie. In Bodenzweikämpfen eine Macht, im Spiel nach vorne immer wieder mit langen Bällen präsent. Die waren an diesem Sonntag aber ein wenig probates Mittel. NOTE 3

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Lukas Gugganig: Gewann fast alle seine Zweikämpfe für sich, zwei seiner drei prägenden Momente des Spiels hatte er per Kopf. In Minute 16 konnte Sallinger seinen Versuch nach einer Ecke von der Linie kratzen, auf der Gegenseite hatte Stojanovic keine Chance: Gugganig versenkte eine Hartberger Hereingabe beim Versuch zu klären mustergültig (55.). Danach wirkte der Innenverteidiger etwas von der Rolle, schlief gegen Mijic, der den Ball an die Latte jagte (59.). In der Schlussphase wurde er ausgetauscht. NOTE 4

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Mohemed Ouedraogo: War oft am Ball, gab diesen aber auch oft wieder (zu billig) her. Offensiv konnte er eine schöne Einzelaktion in der 19. Minute vorweisen, die Hereingabe konnte Ingolitsch nicht verwerten. NOTE 4

Mittelfeld

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Djawal Kaiba: Konnte eigentlich solide Passwerte vorweisen, spielte für einen defensiven Mittelfeldspieler aber halt auch nur 13 Pässe. Machte auch keinen allzu glücklichen Eindruck, bei einem hohen Ball ins Zentrum passte die Kommunikation mit Gorgon nicht (24.), bei einem freien Ball in Minute 62 rannte er Bähre über den Haufen. Das wirkte symptomatisch. NOTE 4

Altach-Noten in Hartberg: Druckerhöhung dank Selbstfaller
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Mike Bähre: Gab eine äußerst unglückliche Figur ab. War in Minute 21 zu weit weg vom Mann, grätschte den Ball beim Rettungsversuch dann fast ins eigene Tor. Aus einem eklatanten Fehlpass in Minute 57 resultierte eine Hartberger Großchance. Bähre kam wiederholt nicht in die Zweikämpfe, war im Passspiel nicht so sicher, wie sonst. Zum Drüberstreuen verschuldete er den Elfmeter zur Entscheidung, bereits in der Anfangsphase hatte er bei einem gegnerischen Eckball stark mit den Händen gearbeitet. NOTE 5

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Alexander Gorgon: Konnte das Altacher Offensivspiel nicht entscheidend prägen. Nach seinem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung rollte in Minute zwölf ein erster Hartberger Konter los, noch einmal zwölf Minuten später schnappte er Kaiba einen hohen Ball weg, verlor diesen, der Hartberg-Express rollte erneut los. In Hälfte zwei war auch Gorgon vor allem mit Zweikämpfen und Anlaufen beschäftigt, war in der Luft gut (4/5 gewonnene Duelle), am Boden weniger (1/6 gewonnene Duelle). NOTE 4

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Dijon Kameri: Machte in der Anfangsphase einen sehr wachen Eindruck, war sich auch nicht fürs Kämpfen zu schade. Bekam dann in Minute 37 einen Tritt ab, und wurde behandelt. Im Anschluss lief die Partie an ihm vorbei. NOTE 4

Angriff

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Lukas Fridrikas: Blockte direkt in den Anfangsminuten stark für Diawara, hielt Bälle, war nervig für die Hartberger Abwehr. Lieferte allerdings auch lange eine One-Man-Pressing-Show, und mit zunehmender Spieldauer immer weniger. NOTE 4

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Ousmane Diawara: War der auffälligste Spieler im Altacher Offensivspiel – weil Altach nur Bälle langschlug, und Diawara seine Rolle als Rammbock interpretierte. Wenn er hochstieg, fiel ein Gegner zu Boden. In der vierten Spielminute war Diawara eigentlich durch, traf dann aber die falsche Entscheidung. Einen Kopfball in Minute 48 setzte er am Tor vorbei. NOTE 3

Einwechselspieler

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Marlon Mustapha: Hatte nach seiner Einwechslung in einer halben Stunde vier Ballberührungen, wurde aber auch nicht gerade mit Zuspielen gefüttert. Seine abgefälschte Hereingabe in Minute 71 wurde abgefälscht, und deshalb gefährlich für Sallinger. NOTE 4

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Vesel Demaku: Kam nach gut einer Stunde ins Spiel, spielte okay, aber nicht überragend. NOTE 3

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Paul Koller: Sollte in der Schlussphase die Abwehr stabilisieren, machte seine Sache solide. NOTE: zu kurz eingesetzt

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Lukas Jäger: Ackerte in der Schlussphase, riss die Teamkollegen aber auch nicht mit. NOTE: zu kurz eingesetzt

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GEPA

Christian Gebauer: Wurde kurz vor Ende der regulären Spielzeit eingesetzt, es reichte nur mehr für einen Pass. NOTE: zu kurz eingesetzt