Das erste „Finale“ weist den Weg

Im Heimspiel gegen die WSG Tirol muss die Kehrtwende auf dem Platz passieren.
Altach Noch immer hat man es in der eigenen Hand, noch immer ist es verhältnismäßig ruhig und noch immer herrscht Zuversicht. Auch wenn Letztere mit der Niederlage in Innsbruck einen Dämpfer erhielt und die aktuelle Statistik nicht wirklich Gutes verspricht. Denn noch nie ist der Cashpoint SCR Altach als Dauergast in der Qualifikationsrunde nach fünf Spieltagen mit drei Niederlagen dagestanden. Zudem ist man in drei Partien ohne Gegentreffer geblieben.
Die gute Nachricht: Mit Klagenfurt (plus 2 Punkte) und dem GAK (plus 1) sind zwei Mannschaften absolut in Reichweite.

Beide Teams gastieren zudem noch in der Cashpoint Arena. „Wir haben alles selbst in der Hand“, sagt Roland Kirchler. Fakt ist allerdings auch, dass der 54-jährige Sportdirektor einmal mehr intern das Wort erhob. Sowohl in Richtung Spieler als auch in jene des Trainers. „Jetzt haben wir nur noch Finalspiele. Das muss endlich in die Köpfe. Dafür ist in erster Linie der Trainer verantwortlich. Aber natürlich können sich auch die Spieler nicht aus der Verantwortung stehlen.“
Da gehöre auch dazu, dass man sich nach einem Spiel wie in Innsbruck den Fans stellt. „Bei uns sind bis auf Dejan alle Richtung Kabine geschlichen. Das hat Altachs Sportchef gar nicht gefallen.“ Kirchler fordert mehr Eigenverantwortung und Selbstkritik. Sein Appell ist zielgerichtet, will er doch eines tunlichst vermeiden: in Schönheit Richtung Abstieg taumeln. Somit weist das Heimspiel am Samstag (17 Uhr) in mehrfacher Hinsicht den Weg. Dessen ist sich auch Cheftrainer Fabio Ingolitsch bewusst. Würde doch eine weitere Niederlage die Loyalität innerhalb des Vereins, sein Amt betreffend, wohl rasch schwinden lassen.
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Der Trainer ist nun gefordert
Jetzt geht es in Altach also erneut ums sportliche Überleben. „Da geht es um einige Jobs“, bringt es Kirchler auf den Punkt. Verständlich, dass nunmehr keiner mehr über fußballerische Entwicklung spricht, vielmehr ist jetzt die Besinnung auf Grundtugenden im Fußball gefragt. Auch diesbezüglich nimmt Kirchler sowohl Spieler als auch Trainer in die Pflicht. „Wir müssen uns auf dem Platz zeigen“, so die Worte des Sportdirektors. In Zusammenhang mit der Bestellung von Ingolitsch als Trainer hat in fußballerischer Hinsicht von einem Paradigmenwechsel gesprochen. Die gesteigerte Attraktivität der Spielweise hat sich allerdings nie in den Ergebnissen niedergeschlagen. Der Blick auf die Zahlen jedenfalls ist niederschmetternd. Von 18 Spielen unter Ingolitsch wurden nur zwei gewonnen, jedoch zehn verloren, bei einem Torverhältnis von 16:31. Zuvor unter Joachim Standfest waren es in acht Spielen ebenfalls zwei Siege, bei vier Niederlagen und einem Torverhältnis von 8:10 gewesen.
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Deshalb ist nun erneut ein Umdenken gefordert. Das führt klarerweise zu einer Verunsicherung, die sich auf dem Feld niederschlägt. Und es gibt offene Fragen: Schafft der Trainer den Umkehrschwung? Sind sich die Spieler ihrer Verantwortung bewusst? Die Antworten müssen von den Protagonisten auf dem Platz gebracht werden. Denn nur ein Sieg gegen die WSG Tirol wird die „Ingolitsch-raus“-Rufe der Fans verstummen lassen. Eine erneute Niederlage jedoch würde die Clubverantwortlichen wieder einmal zum Handeln zwingen, einem ungeschriebenen Fußballgesetz folgend.