
Mit Mut und Moral zum Auswärtssieg
SCR Altach belohnt sich mit3:2-Sieg in Klagenfurt endlich und steckte auch nach zwei Rückständen nicht auf.
Klagenfurt Es hat am Samstagabend etwas gedauert, bis der Altach-Tross per Bus die Heimreise antreten konnte. Denn mit Dijon Kameri und Lukas Fridrikas mussten zwei Helden des 3:2-Auswärtssieges bei Austria Klagenfurt zur Doping-Kontrolle. „Zum Glück hatten wir die drei Punkte im Gepäck, das hat die Wartezeit um vieles leichter gemacht“, erklärt Altachs Trainer Fabio Ingolitsch einen Tag nach dem ersten vollen Erfolg in der Qualifikationsgruppe.
„Trotz Rückständen hat die Mannschaft nie die Ruhe verloren. Davor ziehe ich den Hut.“
Fabio Ingolitsch
Trainer SCR Altach

Die Gründe für den erfolgreichen Auftritt seiner Mannschaft hat der noch für kurze Zeit 32-Jährige, der Salzburger feiert am 10. April sein Wiegenfest, schnell parat. „Die Mannschaft ist trotz der Rückstände ruhig geblieben und hat voll an unserem Spielplan festgehalten. Davor ziehe ich meinen Hut, denn in Wahrheit haben wir uns das Leben mit den Gegentreffern wieder einmal selbst schwer gemacht. Aber auch danach hat man am Platz gesehen, dass die Jungs von unserem eingeschlagenen Weg überzeugt sind“, so Ingolitsch.
Mut zur Offensive

Zudem zeigte nicht nur die Mannschaft im Wörthersee-Stadion viel Moral, auch bei der Aufstellung bewies der Coach Mut, brachte mit Alexander Gorgon einen Offensivmann statt eines defensiven Spielers in die Startelf. „Es war eine Entscheidung, die wir als gesamtes Trainerteam gefällt haben. Mehr Offensive in einem Auswärtsspiel geht wohl nicht, dazu hat Gorgon eine ganz starke Leistung gebracht“, lässt der SCRA-Coach tief blicken. Zudem gab es ein Lob an die beiden Stürmer Marlon Mustapha und Fridrikas, „die beide ihre Aufgaben erfüllt haben und mit ihren Laufwegen die gegnerische Abwehr in Bewegung brachte“.
Geschlossene Teamleistung
Letztgenannter hat den Erfolg schon in den letzten Wochen schon angekündigt. „Wir haben wieder als Mannschaft eine gute Leistung über 90 Minuten gezeigt, uns viele Chancen heraus gespielt. Persönlich konnte ich dies dann auch mit meinem Tor umsetzen“, erklärt Fridrikas, der sich nun körperlich richtig fit präsentiert. „Das ist ganz wichtig für mich, das sieht man, denke ich, auch am Platz. Zudem kommt mir unsere Spielweise entgegen, die geschlossenen Mannschaftsleistung hilft mir natürlich ungemein“, so Fridrikas.

Der 27-Jährige wird dabei nicht müde zu betonen, „dass es nur eine Frage der Zeit war, bis wir endlich erfolgreich auftreten. Denn wir als Team hatten immer Vertrauen in den Plan des Trainers, es hat eben etwas gedauert, bis es Früchte trägt“.

Dennoch: Davor, dass mit dem Sieg in Kärnten jetzt alles eitel Wonne ist, sehen sowohl Coach als auch Stürmer ab. „Wir müssen schon am Boden bleiben. Aber der Trend geht in die richtige Richtung, den wollen wir fortsetzen“, behält Fridrikas kühlen Kopf. Trainer Ingolitsch weist darauf hin, „dass die harte Arbeit nicht aufhört, wir dürfen uns keinesfalls ausruhen und müssen in einigen Situationen noch konsequenter werden. Aber wir haben uns in eine verbesserte Ausgangssituation, haben nächste Woche die Chance, mit dem GAK einen direkten Kontrahenten abzuschütteln“
