Rossi-Treffer sichert Minnesota einen Punkt

Sport / 03.04.2025 • 15:33 Uhr
Marco Rossi wird nach seinem 23. Treffer in der Saison von seinen Mitspielern förmlich erdrückt. Ap

Rankweiler traf für die Wild bei der 4:5-Overtime-Niederlage gegen die New York Rangers.

New York Minnesota war, wie schon beim 2:3 nach Penaltyschießen gegen New Jersey, auch gegen die New York Rangers kein zweiter Punkt vergönnt. Bei der 4:5 (2:1, 1:3, 1:0)-Niederlage vor 17.492 Zuschauern im Madison Square Garden gingen nach 23 Sekunden der Overtime die Lichter aus, mit dem Zähler schob sich das Team aus St. Paul in der Tabelle mit 89 Punkten wieder an St. Louis in der Wild-Card-Wertung für das Play-off vorbei. Noch sind im Grunddurchgang der National Hockey League sechs Spiele ausständig, am Freitag (1:30 Uhr) sind die Islanders der nächste Kontrahent in New York, am Sonntag (21 Uhr) wartet Dallas.

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Am Ende setzte es für Marco Rossi und Co. bei den New York eine Niederlage in der Overtime. ap

23. Tor von Rossi

Es war ein Spiel, das Marco Rossi länger in Erinnerung bleiben wird, weil er gleich bei mehreren Schlüsselszenen auf dem Eis stand. So erzielte der 23-Jährige mit der Trikotnummer 23 mit dem 4:4-Ausgleich in der 41. Minute seinen 23. Saisontreffer, hält nach 76 Saisonspielen bei 56 Scorerpunkten.

Erstmals seit vier Partien durfte sich Minnesota über eine Führung nach dem ersten Drittel freuen: Gustav Nyqvist, der im Powerplay mit seinem Premierentreffer für die Wild das 1:0 (9.) erzielte, und Brock Faber mit dem 2:1 (15.), bescherten den Wild nach dem zwischenzeitlichen 1:1 (13.) durch Braden Schneider einen Vorsprung. Beim Ausgleichstreffer passte Rossi im Angriffsdrittel auf Middleton zurück, der aber den Einsatz verpasste und so den Konter der Rangers einleitete. Mit 8 zu 18 lag die Mannschaft von John Hynes bei den Torschüssen klar im Nachteil, Torhüter Filip Gustavsson sah sich deutlich mehr beschäftigt als sein Gegenüber Igor Shesterkin. Marcus Johansson, bei beiden Treffern Vorbereiter, verpasste in der 17. Minute eine höhere Führung.

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Die Rangers kehrten besser aus der Pause zurück, K. Andre Miller zirkelte aus spitzem Winkel den Puck an Gustavsson zum 2:2 (23.) vorbei. Und Chris Kreider nützte eine schwache Sekunde von Declan Chisholm, der zuerst Gustavsson prüfte, dann den Puck an den Rangers-Stürmer zum 2:3 (28.) verlor. Die Wild, nach 30 Minuten mit ebenso vielen Torschüssen eingedeckt, reagierten in Unterzahl: Nyqvist holte sich das Spielgerät vom Gegner, passte auf Johansson, der Shesterkin mit einem präzisen Schuss zum 3:3 (30.) überwand. Ein Treffer des ehemaligen Rangers-Flügelstürmer  Mats Zuccarello fand wegen einer Torhüterbehinderung durch Ryan Hartman keine Anerkennung. Und dann ahndeten die Referees einen Stockschlag von K. Andre Miller an Rossi nicht, Artemi Panarin profitierte und zog allein zum 4:3 (39.) auf und davon.

Nur 22 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, als Rossi mit dem 4:4 (41.) seinen 23 Saisontreffer verbuchte. Foligno machte Druck auf die Verteidiger, Österreichs Nationalteamstürmer übernahm den Puck, passte nach rechts zu Boldy, der aber an Shesterkin scheiterte. Rossi reagierte am schnellsten und drückte die Scheibe ins Gehäuse. Die Wild verpassten anschließend ein weiteres Powerplay, überstanden dann aber drei Strafen in Serie, 25 Sekunden sogar in doppelter Unterlegenheit, unbeschadet. In der Overtime stand Rossi mit Boldy und Faber auf dem Eis, kamen aber nie in Scheibenbesitz, Panarin sah Vincent Trocheck, der zum 5:4-Endstand einschob.

Rossi kam bei 21 Wechsel auf 16:46 Minuten Eiszeit, nur 14 Sekunden davon in Überzahl. Er gab fünf Torschüsse ab, die meisten seiner Mannschaft, die Plus-Minus-Statistik schloss er mit minus zwei ab.

Kirill Kaprisov und Joel Eriksson Ek machten die Reise nach New York mit, flogen allerdings noch vor dem Spiel für weitere individuelle Trainingseinheiten zurück nach St. Paul. Zumindest Kaprisov könnte gegen Dallas wieder im Kader stehen. KO