Aus einer Einheit Kraft schöpfen

Sport / 25.03.2025 • 18:02 Uhr

„Wir sind Altach!“ – Rheindörfler starteten in den Qualifikationsmodus, wenngleich nicht ohne Sorgenfalten.

Altach Es ist nicht allein das Wissen „Altach kann Quali“, sondern vielmehr das gelebte Tun, welches aktuell den SCR Altach positiv in die siebte Bundesliga-Qualifikationsrunde in Folge starten lässt. Und das gegen den ganz großen Favoriten, gegen den LASK. Umso wertvoller ist die Stärkung des Mannschaftsgefüges. So startete man am Dienstag mit einem gemeinsamen Frühstück, organisiert von den Spielern, in den Tag, an dem auch die Gegneranalyse ein wichtiger Bestandteil war. Nach dem Mittagessen im Campus besichtigten die Spieler sowie der Trainerstab die Fortschritte beim Bau des Businessclub-Gebäudes.

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Architekt Konrad Hänsler gab einen Einblick in die Planungen und die anstehenden Schritte. Nach dem Athletiktraining am Nachmittag rundete die clubinterne Einladung zum Abendessen im „Hirschen“ in Altach den Gemeinschaftstag ab. Ganz im Sinne des Cheftrainers, wie Fabio Ingolitsch im Gespräch betonte. Zumal auch seitens des Trainerstabs immer wieder neue Impulse gesetzt werden.

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Abwarten

Noch keine Entscheidung gibt es hinsichtlich der Behandlung der Schulterverletzung von Florian Dietz. Der 26-Jährige, der schon über Jahre hinweg immer wieder Probleme mit der Schulter hatte und deshalb bereits operiert wurde, muss sich nun entscheiden: Entweder eine erneute Operation oder der Versuch einer konservativen Behandlung. Es liegt nun am Spieler selbst, für welche Alternative er sich entscheidet. „Persönlich tut es mir für Florian sehr leid“, sagt SCRA-Coach Ingolitsch, „weil wir ihm helfen wollten, Spielpraxis zu sammeln, und er sich voll mit Altach identifizierte und mithelfen wollte, den Klassenerhalt zu sichern.“ Er selbst werde den Spieler nicht drängen, „er muss für sich den Weg finden.“ Bei der Verletzung handelt es sich um eine Schulterluxation sowie eine Labrumläsion.

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Vorfreude auf ein gemeinsames Abendessen im Hirschen in Altach: das Trainertrio Louis Ngwat-Mahop, Ahmet Cil und Fabio Ingolitsch. SCRA

Doch Dietz ist nicht der einzige Spieler, der für den Quali-Auftakt – Freitag, 19:30 Uhr, Heimspiel gegen den LASK – fraglich ist. So ist auch Vesel Demaku mit Schmerzen von seinen Länderspieleinsätzen gegen Island zurückgekehrt. Der 25-jährige Teamspieler des Kosovo hatte im Rückspiel in der zweiten Halbzeit überknöchelt und daraufhin das Spielfeld humpelnd verlassen. Eine MR-Untersuchung soll nun den genauen Grad der Verletzung zeigen. „Wir müssen sehen, ob es Sinn macht“, lässt sich Ingolitsch diesbezüglich eine Entscheidung offen. Hingegen sind Dijon Kameri (20) und Ousmane Diawara wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen, wenngleich noch etwas reduziert. Bei Kameri hatte sich im U21-Teamspiel eine Verletzung im hinteren Oberschenkelbereich bemerkbar gemacht. Diawara (25) hatte zuletzt in Klagenfurt aufgrund von Problemen im Adduktorenbereich gefehlt. Während das Offensivduo also noch hofft, muss Kapitän Lukas Jäger mit Sicherheit zuschauen. Der 31-jährige Mittelfeldmann ist aufgrund seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel in Klagenfurt für den Auftakt gesperrt.

Crnkic zeigte auf

Nicht erst seit seinem Torerfolg im Testspiel gegen Winterthur (3:1) ist mit Tamar Crnkic ein Angreifer aus dem Juniors-Team im Training bei den Profis mit dabei. Durchaus möglich also, dass der ehemalige Akademiespieler für Freitag ein Thema wird. Zumal Ingolitsch lobende Worte für den 19-Jährigen, der beim FC Wolfurt groß geworden ist, findet. In der laufenden Regionalliga-Saison hält Crnkic aktuell bei sieben Treffern.

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Fehlte zuletzt im Test wegen Rückenproblemen, nun ist Alexander Gorgon wieder fit. Meier

Doch es sind viel weniger Themen wie die einzelnen personellen Entscheidungen, als vielmehr das Zusammengehörigkeitsgefühl, das von Seite des Trainers angesprochen wird. Er erachte es als wichtig, dass die Spieler in die Visionen des Clubs eingebunden sind. Ingolitsch spricht diesbezüglich von „inspirierend und motivierend“.

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Abwarten heißt es bezüglich Florian Dietz. gepa

Der Fahrplan für die letzten zehn Spiele in der Saison passt jedenfalls, trotz der Sorgenfalten aufgrund der aktuellen Verletzungen. Und was die Ausgangslage betrifft, so schaute es schon einmal viel schlechter aus: In der Saison 2021/22 hatte man zu Beginn der Qualirunde gerade einmal sechs Punkte auf dem Konto, vier weniger als der Vorletzte. Am Ende blieb man mit gesamt 22 Zählern in der Liga – die Admira (21) stieg ab.