
Von Schwarzenberg in die weite Welt
Köpfe von morgen 2025: Johannes Pölz (19) setzt im Skispringen zu Höhenflügen an.
Schwarzenberg Das Bödele ist schuld, dass sich Johannes Pölz in jungen Jahren nicht mit dem gemeinen Skifaren zufrieden gab. Denn im zarten Alter von acht Jahren erspähte der Schwarzenberger mit seinen Kumpel beim Skifahren am Bödele eine Schanze, nutzte diese mit vollen Tempo– und danach war nichts mehr sow ie vorher. Der Knirps wollte fortan nur mehr Springen. „Danach kam ich über die Eltern mit Anton Dorner in Kontakt, der mich unter seine Fittiche nahm – danach bin ich gleihc beim Skispringen geblieben.
„Heimweh habe ich keines, das hat meine Mama übernommen. Für sie war es nicht so leicht, dass ich mit 14 Jahren von Zuhause weggegangen bin. Daran knabbert sie auch heute noch”.
Johannes Pölz
Skisprung-Talent

Kein Heimweh
Mittlerweile ist der 19-Jährige fester Bestandteil Österreichs Skisprung-Truppe, die im Alpencup oder auch bei FIS-Wettbewerben antritt. Pölz hatte sich entwickelt, auch Dank der Aufnahme in das Skigymnasium in Stams. „Dort habe ich alles rund ums Skispringen aufgesaugt“, so Pölz, der ab der 3. Klasse auch für den ÖSV nominiert wurde. Den Abschied aus der Heimat hat Pölz ohne Weiteres verarbeitet und hingenommen, Heimweh war für ihn kein Thema, „das hat meine Mama übernommen. Für sie war es nicht so leicht, dass ich mit 14 Jahren von Zuhause weggegangen bin. Daran knabbert sie auch heute noch“, so Pölz über das „Flügge werden“.
Nach der Matura nach Innsbruck
Derzeit befindet sich der Schwarzenberger im Maturajahr, „davor habe ich die Handelsschule erfolgreich absolvieren können. Danach entschloss ich mich, noch ein Jahr dranzuhängen, um die Matura zu machen“ erzählt der 19-Jährige.
Im Sommer, nach der Reifeprüfung, geht es für ihn dann nach Innsbruck, „wo ich meine Zelte aufschlagen werde“.

Bevor er der Tiroler Landeshauptstadt die Ehre erweist, ging es für Pölz zur Junioren-Weltmeisterschaft nach Lake Placid in die USA. „Mein erster Besuch in den Vereinigten Staaten. Ich bin zwar durch das Skispringen schon viel herumgekommen – zb. Kanada oder viele Staaten in Europa – aber in den USA war ich davor noch nicht“.
Von großen Zielen will der Teenager nicht erzählen, für ihn zählt, „weiter gesund zu bleiben, denn von großen Verletzungen blieb ich zum Glück verschont“, so Pölz, der 2023 und 2024 mit der Mannschaft bei der Junioren WM in Planica jeweils Gold holte.