
Kiano Blums Aufstieg in den Porsche Talent Pool
Neuer Rückenwind für Motorsporttalent. Top-zehn-Plätze im zweiten Jahr im Carrera-Cup im Visier.
Fußach Als Rookie hat er sich bereits einen Namen gemacht: Kiano Blum hat nicht allein wegen seiner zwei dritten Plätze – in der Rookie-Wertung – im Porsche Carrera Cup Deutschland Spuren hinterlassen, der 17-Jährige hat auch aufgrund seiner für sein Alter außergewöhnlichen Professionalität Aufmerksamkeit geweckt. So sehr, dass es nach seinem dritten Rang am Hockenheimring die ersten intensiven Gespräche mit Wolf Henzler, einem ehemaligen Porsche-Werksfahrer und nunmehrigen Coach des Porsche Talent Pools gab.
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Das Ergebnis ist überaus erfreulich, denn Vorarlbergs großes Motorsporttalent Kiano Blum fand für die Saison 2025 Aufnahme in den Porsche Talent Pool. Damit eröffnet sich für den jungen Fußacher eine neue Welt. Er ist einer der acht Fahrer, die explizit von Porsche gefördert werden. Ob bei einer gemeinsamen Vorstellung Anfang März im Headquarter von Porsche in Stuttgart bis hin zur Vermarktung. „Es fühlt sich absolut gut an“, sagt Blum, der zuletzt bei Testfahrten in Barcelona nach gut zweieinhalbmonatiger Pause wieder im Auto saß. Dabei spricht er nicht nur ein weiteres Ausbildungsjahr als Rennfahrer, vielmehr sorgt Porsche auch für eine sportliche Lebensschule. Dabei werden die Fahrer im Umgang mit Medien ebenso geschult, wie im sozialen Austausch mit Kollegen, oder erhalten bei Engineering-Workshops Einblick in die „Welt der Motoren“.

Harte Lehrjahre
Blum verdankt seinen raschen Aufstieg auch den Lehrjahren im Kartsport. „Die letzten beiden Jahre waren sehr schwierig. Sowohl vom Team als auch in finanzieller Hinsicht“, blickt er dennoch mit positiven Gedanken zurück. „Für mich war es eine Lebensschule. Ohne diese wäre ich nicht der Kiano Blum, der ich heute bin“, kann er der Zeit Positives abgewinnen. Der Vorarlberger hat seit seiner Zeit als Kartfahrer nicht nur in körperlicher Hinsicht zugelegt, zusammen mit Mentalcoach Christoph Strolz hat er auch abseits des Asphalts an sich gearbeitet.

„Es war keine leichte Zeit, aber es ist immer wieder eine Tür aufgegangen“, sagt er. So etwa der Einstieg in den Porsche Carrera Cup dank des Teams ID Racing aus Kempten. Dort hat er mit dem erfahrenen Ingenieur Othmar Welti – arbeitete u. a. mit Jarno Trulli, Timo Scheider, Kelvin van der Linde oder René Rast – einen Förderer und Freund gefunden. Gemeinsam verfolgen sie hohe Ziele für die im April beginnende Saison. „In jedem Rennen, das ich beende, will ich unter die Top zehn“, so der selbstbewusste Motorsportler, der seine Träume noch lieber bei sich lässt.

Denn der Porsche Carrera Cup Deutschland ist ein heiß umkämpfter Bewerb, wie die elf verschiedenen Rennsieger aus dem Vorjahr oder auch die Qualifikationsergebnisse zeigen, in denen sich zuletzt in Hockenheim gleich 20 Fahrer innerhalb einer Sekunde bewegten. Und so sind es nicht zuletzt die zwölf Quali-Minuten, die an einem Rennwochenende für den größten Stress sorgen. „Die Reifen sind nur eine Runde wirklich schnell. Zwei Runden nutzen wir zum Aufwärmen und dann gibt es nur einen Versuch“, erklärt Blum.
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So richtig „aufwärmen“ für die Saison wird er sich am Rennsimulator, wenn er mit David Bozga am Wochenende im Rahmen der digitalen Nürburgring-Langstrecken-Serie an den Start geht. Blum fährt für das „Grid-n-Go“-Team, muss sich dabei durch die Quali quälen und dann zwei der drei Stunden am Steuer sitzen. Im März dann geht es zurück auf die Rennstrecke, wenn die Pre-Season-Tests in Imola anstehen. In Italien erfolgt im April (20.) dann auch der Auftakt in die neue Saison. Eine Saison, in der Blum, der heuer mit der Niederländerin Emely de Heus (21) eine Teamkollegin bei ID Racing zur Seite hat, die Weichen dafür stellen möchte, nicht nur den Platz im Porsche-Talente-Pool zu behalten, sondern sich vielmehr für 2026 für das weltweite Nachwuchsförderprogramm „Porsche Junior“ zu empfehlen.
