Rossi schlug 46 Sekunden vor Ende nochmal zu

Sport / 11.12.2024 • 15:14 Uhr
Marco Rossi und Minnesota Wild siegen erneut. USATODAY

5:4-Sieg nach Penaltyschießen gegen Utah, Wild schenkten zweimal die Führung her.

Salt Lake City Erster Auftritt der Minneosta Wild beim namenlosen Team von Utah im Olympia-erprobten Delta Center von Salt Lake City. Nach einem zähen Start stand am Ende ein 5:4-Erfolg nach Penaltyschießen für Marco Rossi und Kollegen. Der 23-Jährige aus Rankweil glich vor 11.131 Zuschauern das Spiel für die Wild 43 Sekunden vor dem Ende mit seinem zehnten Saisontor zum 4:4 aus, Matt Boldy erzielte im Penaltyschießen den einzigen Treffer.

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Für Marco Rossi war es ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Juniorentrainer Andre Tourigny, der mit den Coyotes aus Arizona umgezogen ist. Ohne Verteidiger Jonas Brodin sowie die Stürmer Eriksson Ek und Mats Zuccarello, dafür wieder mit Jakub Lauko sowie Filip Gustavsson im Tor – die Wild-Aufstellung muss wohl länger ohne das skandinavische Trio auskommen. Mit 17:6 Schüssen dominierte Minnesota im Startdrittel das Geschehen auf dem Eis, Ryan Hartman (5.), Matt Boldy (12.), Yakov Trenin (18.) und im Powerplay Rossi (19.) und Boldy (20.) verzeichneten die besten Torchancen. Ab Minute 14 lief die Mannschaft von John Hynes einem Rückstand nach: Die unordnung im Wild-Spiel nach einem Stockbruch von Chisholm in der Offensivzone nutzte Kevin Stenlund zur 1:0-Führung. Marcus Foligno (22./23.), Trenin (23.) und Hartman (26.) verpassten im Mittelabschnitt weitere Möglichkeiten, dann lag der Puck plötzlich zum zweiten Mal im Gehäuse von Gustavsson.

HOCKEY-NHL/
Marco Rossi in Jubelpose. USATODAY

Der Treffer von Dylan Guenther (29.) fand aber wegen eines voran gegangenen Abseits keine Anerkennung. Ein Fehlpass von Utah-Verteidiger Mikhail Sergachyov ermöglichte Marat Khusnutdinov einen Alleingang, er bezwang Torhüter Karel Vejmelka mit seinem ersten Saisontreffer zum 1:1 (35.). Lediglich 36 Sekunden später legte Kirill Kaprisov mit dem 2:1 (36.) nach. Zwei Strafen brachten die Wild aber um die Führung. Clayton Keller traf in Überzahl zuerst zum 2:2 (45.),. Nach der neulichen Führung durch Marcus Johansson zum 3:2 (46.), der für Boldy in den Rossi-Sturm gewechselt war, stellte der Utah-Kapitän auf 3:3 (50.). Juuso Välimäki nutzte einen Fehler von Gustavsson, derdie Scheibe des Verteidigers abprallen ließ, staubte zur 4:3-Führung (52.) ab. Wild ersetzte Gustavsson 90 Sekunden vor dem Ende durch einen sechsten Feldspieler, Rossi glich aus kurzer Distanz zwischen Freund und Feind durch zum 4:4 (60.) aus. In der Overtime hielt sich Gustavsson schadlos, Boldy traf zum Sieg-entscheidenden 5:4. Die Wild bleiben mit 42 Punkten auf Platz eins der NHL-Tabelle.

Rossi hat nach 28 Spielen zehn Tore und 14 Vorlagen auf dem Konto. Er bekam bei 22 Wechsel 23:07 Minuten Eiszeit, so viel wie noch nie in dieser Saison. Er stand bei drei Wild-Treffern auf dem Eis, kam  neben Boldy und Keller in die Drei-Sterne-Wertung.   

Im Xcel Ceter in von St. Paul wartet am Donnerstag (2.30 Uhr) mit den Edmonton Oilers ein schwerer Brocken. (KO)