Zweite Niederlage: Lustenau kann auch bei der Vienna nichts holen

Sport / 08.11.2024 • 22:22 Uhr
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Martin Brenner und die Austria finden weiter nicht in die Spur. GEPA

Die Wiener gehen in Hälfte eins durch einen Boateng-Doppelpack in Führung und schlagen in der Schlussphase noch einmal zu. Lustenau ist offensiv weiter komplett harmlos, und nun endgültig im tabellarischen Niemandsland.

Wien-Döbling Austria Lustenau findet weiter nicht in die Spur. Bei der Vienna setzt es auf der Hohen Warte mit einem 0:3 die zweite Niederlage der Saison.

Nach der ersten Saisonniederlage – einem schwachen 0:1 im Bregenzer Exil gegen den SKU Amstetten – wechselte Austria-Coach Martin Brenner seine Startelf auf drei Positionen. Innenverteidiger Leo Mätzler spielte wieder von Beginn, Fabian Gmeiner war nach abgesessener Gelbsperre wieder gewohnt auf der Rechtsverteidigerposition, im Sturm begann Seifedin Chabbi.

Die erste Chance bot sich den Gästen früh, nach einem Eckball stand Robin Voisine am zweiten Pfosten frei, traf aber den Ball nicht (4.). Auch die Vienna wartete nicht lange auf die erste Torraumszene, nutzte diese aber ungleich effizienter. Nach einem weiten Ball auf die rechte Seite wird Tobias Berger von Kelechi Nnamdi einfach stehengelassen, dessen Rückgabe wird an den Fünfer weiterverlängert, wo Kelvin Boateng nur noch den Fuß hinhalten musste. Die Gegenwehr Lustenaus beim Gegentreffer war verhalten, es ging der Abwehr schlichtweg zu schnell.

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Kelvin Boateng war in Hälfte eins auch von den Mitspielern kaum zu bändigen. GEPA

Lustenau suchte anschließend den Weg nach vorne, vor allem über Flanken in den Strafraum, vorwiegend von Gmeiner geschlagen. Die Hereingaben kamen nicht schlecht, ein Wiener hatte aber immer noch den Kopf dazwischen. Leo Mikic verpasste zudem nach einem Eckball aus dem Rückraum (22.).

Die Vienna hingegen machte aus ihren Umschaltmomenten weiter viel. Boateng, der als permanenter Unruheherd agierte, legte sich einen verlängerten Ball mit der Hacke auf Hüfthöhe selbst vor, zwei Kontakte später platzierte er ihn souverän im Tor, Schierl hatte wenig Abwehrmöglichkeiten (24.). Es war, man musste es zugeben, eine Situation, die der Doppelpacker nicht besser lösen hätte können. Zentimeter fehlten und Boateng hätte in Minute 28 einen Hattrick gemacht, beim Kopfballversuch segelte er aber knapp unter dem Ball durch.

Bei der Austria ging hingegen weiter überhaupt nichts. Dass man bei 0:2-Rückstand noch vor der Pause mit Daniel Au Yeong einen Flügelspieler auswechselte und mit William Rodrigues einen zusätzlichen Innenverteidiger brachte, war der taktischen Umstellung auf ein 3-5-2 geschuldet, wirkte aber doch etwas seltsam.

Offensiv abgemeldet

Nach der Pause kam Axel Rouquette für Berger in die Partie, der Wechsel war auch positionsgetreu. Offensiv waren die Versuche weiter zaghaft, die beste Möglichkeit war noch ein Kopfball von Chabbi, der auch eher zufällig vor dem Tor landete (58.). Brenner reagierte erneut, wechselte mit Namory Cisse und Nathan Falconnier noch einmal zwei Neue ein. Doch auch das machte das Spiel nach vorne nicht gefährlicher, wenngleich die Ballbesitz-Statistik definitiv in Lustenauer Hand war. Die Vienna stand gut, verteidigte konsequent, eine klare Torchance hatte Lustenau in der gesamten zweiten Hälfte nicht zu verzeichnen.

Die Gastgeber lauerten indes nur mehr auf schnelle Ballgewinne, einen Monschein-Abschluss lenkte Schierl gut um den Pfosten (75.). Gegen Boateng war Lustenaus Torhüter erneut zur Stelle, rettete im Eins-gegen-Eins (77.). Einzig reicht es nicht, Tore zu verhindern. Wer Fußballspiele gewinnen will, muss auch Tore erzielen. Lustenau war davon weit entfernt. Die Vienna machte mit dem 3:0 durch den eingewechselten Diomande den Deckel drauf (90.).

Durch die zweite Saisonniederlage verpasst Lustenau den Anschluss an die obere Tabellenregion und platziert sich auf Platz zehn.

ADMIRAL 2. Liga, 13. Spieltag

First Vienna FC 1894 – SC Austria Lustenau 3:0 (2:0)

Wien-Döbling, Naturarena Hohe Warte; 1.804 Zuschauer; SR Emil Ristoskov

Torfolge: 6. 1:0 Kelvin Boateng, 24. 2:0 Kelvin Boateng, 90. 3:0 Gonti junior Diomande

Gelbe Karten: 34. Au Yeong (Lustenau), 61. Nnamdi (Vienna/beide Foulspiel), 66. Mätzerl (Lustenau/Unsportlichkeit)

First Vienna FC 1894 (4-2-2-2): Unger – Nnamdi, Bauer, Omerovic, Bumbic – Stratznig, Sanogo (87. Ungar) – Ochs (73. Diomande), Luxbacher – K. Boateng (81. Edelhofer), Monschein (87. Schmidt)

SC Austria Lustenau (4-2-3-1): Schierl – Gmeiner, Mätzler, Voisine, Berger (46. Rouquette) – Gorzel (59. Falconnier), Grabher – Mikic (59. Cisse), Diarra, Au Yeong (41. William) – Chabbi (90./+1 Akbulut)