VN-Spielernoten für Altach: Salzburg beschenkt statt sich selbst belohnt

Sport / 19.10.2024 • 21:40 Uhr
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Erhobenen Hauptes konnten sich die Rheindörfler bei den Fans bedanken – ein Punktgewinn wäre alles andere als unverdient gewesen. GEPA

Der SCR Altach zeigt in Wals-Siezenheim beim Ingolitsch-Debüt ein komplett anderes Gesicht, spielt 80 Minuten stark – und belohnt sich dann doch nicht für den Auftritt. Die VN-Spielernoten:

Wals-Siezenheim Einen ganz anderen Weg als die “Verhinderungsstrategie”, die man bislang oft gesehen habe, rief Fabio Ingolitsch vor seinem Debüt als Bundesliga-Trainer für Altach aus. Es waren nicht nur leere Worthülsen, das Team präsentierte sich gegen Red Bull Salzburg stark verändert und wesentlich aktiver, und effizient. Mit Dijon Kameri, Christian Gebauer und Lukas Fridrikas spielte in der Offensive ein Trio, das heuer bislang kaum auf sich aufmerksam machen konnte.

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Der Auftritt machte Mut, der Fußball war gegen erneut alles andere als überragend spielende “Bullen” erfrischend. Nur das Ergebnis passte (mal wieder) nicht, das hat sich (noch) nicht geändert. Zwei zu billige Gegentreffer innert zwei Minuten bedeuten die nächste Niederlage. Welche Altacher Kicker überzeugen konnten – die VN-Spielernoten:

Torhüter

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Dejan Stojanovic: Vieles war anders, Altachs Torhüter zeigte sich unverändert – und war wieder mal eine Bank. In der ersten Hälfte entschärfte er zwar zweimal etwas unkonventionell (2. & 20.), war danach aber komplett sicher. Spielte gut mit, was nötig war, weil die Abwehr höher stand. Bei einem verdeckten Schuss von Konaté in Minute 43 war Stojanovic blitzschnell unten, gegen Gloukh parierte er stark (90.), in der Nachspielzeit gab es im Eins-gegen-Eins kein Vorbeikommen. Bei den Gegentoren gab es nichts zu halten. NOTE 2

Abwehr

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Sandro Ingolitsch: Altachs Rechtsverteidiger schien beweisen zu wollen, dass der Trainer ihn nicht spielen ließ, weil dieser sein Bruder ist. Machte jedenfalls eine richtig gute Partie. War gleich in Minute zwei wichtig bei einem Salzburger Abschluss zur Stelle, zeigte sich im weiteren Verlauf in den Zweikämpfen kompromisslos. War in die Entstehung des 0:1 entscheidend involviert. In der Schlussphase ließen die Kräfte dann etwas nach. NOTE 2

ABD0103_20241019 – SALZBURG – …STERREICH: Bobby-Lamont Clark (FC Red Bull Salzburg/li) gegen Lukas Josef Gugganig (Cashpoint SCR Altach/re) wŠhrend der Admiral Bundesliga-Begegnung / 10. Runde zwischen Red Bull Salzburg und Cashpoint SCR Altach am Samstag, 19. Oktober 2024, in Salzburg. – FOTO: APA/KRUGFOTO
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Lukas Gugganig: In der ersten Hälfte war der Abwehrchef ganz stark, sein Stellungsspiel war top. In der Schlussphase bekam er dann merklich mehr zu tun, seine einzigen Fehler unterliefen ihm in Minute 84 und 86, diese war aber folgenreich. Bei einer eher harmlosen Hereingabe verlor er Konaté in seinem Rücken, der köpfte schön ein. Erwähnt werden muss aber, dass Gugganig wegrutschte, was das Verteidigen dann doch stark erschwerte. Beim 2:0 versteckte sich dann Guindo bei einem hohen Vertikalball in Gugganigs Rücken und lieferte den Assist. NOTE 3

ABD0076_20241019 – SALZBURG – …STERREICH: (v.l.) Paul Friedrich Koller (Cashpoint SCR Altach/li), Karim Konate (FC Red Bull Salzburg) und Torwart Dejan Stojanovic (Cashpoint SCR Altach) wŠhrend der Admiral Bundesliga-Begegnung / 10. Runde zwischen Red Bull Salzburg und Cashpoint SCR Altach am Samstag, 19. Oktober 2024, in Salzburg. – FOTO: APA/KRUGFOTO
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Paul Koller: Der Innenverteidiger zeigte eine solide Leistung, konnte hinten mehrmals klären, brachte 71 Prozent seiner Pässe an den Mann. Bei der Spieleröffnung kann er aber noch besser werden. NOTE 3

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Leonardo Lukacevic: Auf der linken Abwehrseite machte er einen stabilen Eindruck, scheute keine Zweikämpfe. Im Spiel nach vorne gab der 25-Jährige aber doch recht viele Bälle verloren. NOTE 3

Mittelfeld

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Vesel Demaku: Rechts in der Raute hatte Demaku vor allem in den Anfangsminuten einige Aktionen, mit zunehmendem Spielverlauf war er gefühlt weniger ins Spiel eingebunden. Nach 69 Minuten machte er Platz für Mike Bähre. NOTE 3

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Lukas Jäger: Der Kapitän kam auf der Sech kaum in die Zweikämpfe, weil Salzburg immer mit Tempo auf ihn zulief. Machte das dann aber geschickt und stopfte die entstandenen Löcher. Spielerisch war es nicht sein bester Tag, die Pässe, die ankamen, gingen vorwiegend nach hinten oder sorgten kaum für Raumgewinn. NOTE 3

ABD0074_20241019 – SALZBURG – …STERREICH: (v.l.) Lukas Fadinger (Cashpoint SCR Altach) gegen Mamady Diambou (FC Red Bull Salzburg) wŠhrend der Admiral Bundesliga-Begegnung / 10. Runde zwischen Red Bull Salzburg und Cashpoint SCR Altach am Samstag, 19. Oktober 2024, in Salzburg. – FOTO: APA/KRUGFOTO
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Lukas Fadinger: Er wurde links in der Raute eingesetzt, wirkte dort zwar bemüht, aber nicht unbedingt ganz glücklich. Gegen den Ball war Fadinger fleißig, mit dem Ball gelang ihm nur wenig. Fünf seiner elf Pässe fanden den Mitspieler. In allzu viele Situationen kam er aber generell nicht, das Altacher Spiel lief eher über rechts. NOTE 3

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Dijon Kameri: Gegen seinen Stammklub stand der Red-Bull-Leihspieler erstmals in dieser Saison in der Startelf. Die fehlende Spielzeit merkte man ihm zwar an, gerade in der Entscheidungsfindung haperte es zuweilen und auch die Zweikämpfe führte er nicht immer mit der nötigen Intensität. In Summe war es aber durchaus ein Auftritt, auf dem Kameri aufbauen kann. NOTE 3

Angriff

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Christian Gebauer: Als zweiter Stürmer neben Fridrikas war Gebauer wesentlich besser eingesetzt als in der Fünferkette, wie noch unter Standfest. Der Tiroler war anspielbar, strahlte mehr Selbstvertrauen aus. Sein Abschluss in der 59. Minute konnte von Schlager noch zur Seite abgewehrt werden – Fridrikas staubte dann ab. Die Gelbe Karte in der Anfangsphase war keine – da grätschte er sauber in den Ball. NOTE 2

ABD0091_20241019 – SALZBURG – …STERREICH: (v.l.) Kamil Dawid Pi?tkowski (FC Red Bull Salzburg) gegen Lukas Fridrikas (Cashpoint SCR Altach) wŠhrend der Admiral Bundesliga-Begegnung / 10. Runde zwischen Red Bull Salzburg und Cashpoint SCR Altach am Samstag, 19. Oktober 2024, in Salzburg. – FOTO: APA/KRUGFOTO
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Lukas Fridrikas: Dass er in der Startelf landen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Den Startelf-Einsatz verdiente er sich im Laufe des Spiels aber redlich. Die Statistiken (20 Ballaktionen, 10 Pässe, 20 Prozent Passquote) schauen mies aus. Aber immer wieder war der 26-Jährige ein Unruheherd, bekam die Bälle zwar meist mit dem Rücken zum Tor, wusste sich zu behaupten – oder zog das Foul. In der fünften Spielminute noch zu kompliziert, ließ er den Gegenspieler in Minute 17 stehen – die Hereingabe wurde noch zur Ecke geklärt. Mit dem 1:0 per Abstauber belohnte er seinen engagierten Auftritt selbst, für ihn war es der erste Saisontreffer und das erste Tor für Altach überhaupt. NOTE 2

Einwechselspieler

ABD0169_20241019 – SALZBURG – …STERREICH: Samson Baidoo (FC Red Bull Salzburg/li) gegen Gustavo Santos Costa (Cashpoint SCR Altach/re) bei der Admiral Bundesliga-Begegnung / 10. Runde zwischen Red Bull Salzburg und Cashpoint SCR Altach am Samstag, 19. Oktober 2024, in Salzburg. – FOTO: APA/KRUGFOTO
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Gustavo Santos: Manch einer wunderte sich, wieso der Gustl nicht in der Startelf stand – das dürfte auf eine erst überstandene Erkältung und die Schnelligkeit von Fridrikas zurückzuführen gewesen sein. Gut 20 Minuten vor dem Ende kam er für ihn ins Spiel. Die Zeit reichte nicht, um allzu sehr auf sich aufmerksam zu machen. Gustavo bekam kaum Bälle, Salzburg drehte auf. NOTE 3

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Mike Bähre: Er ersetzte Vesel Demaku in Minute 69. Sein Spiel war wieder grundsolide, das ist man von ihm gewohnt. NOTE 3

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Sofian Bahloul: Kam eine Viertelstunde vor dem Ende, das Spiel lief eher an ihm vorbei. Vor dem 2:1 wartete er ab, bevor der lange Ball geschlagen wurde. NOTE: zu kurz eingesetzt

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Oliver Strunz: Kurz nach seiner Einwechslung machte Salzburg zwei Tore, die Möglichkeiten, sich zeigen zu können, waren also eher gering. NOTE: zu kurz eingesetzt

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Pascal Estrada: Kam in der Schlussminute für den angeschlagenen Gugganig. NOTE: zu kurz eingesetzt