“Nicht die Nerven weghauen”

Sport / 14.08.2024 • 17:15 Uhr
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Austria Lustenau ist nach 180 Minuten immer noch torlos. Ex-Goalgetter Haris Tabakovic hat einen Tipp parat, wie es gegen Rapids Amateure klappt.

Lustenau Das Fußballtor: Ein Traum eines jeden Fußballspielers in eines zu treffen. Egal, ob in der Champions League, der 2. Liga oder auf dem Bolzplatz. Wirft man einen Blick auf die genauen Maße, der Abstand zwischen den Innenkanten der Pfosten beträgt 7,32 m, die Unterkante der Querlatte ist 2,44 m vom Boden entfernt, liegt der Gedanke nicht fern, es sei ein leichtes in jenes zu treffen.

„Nicht die Nerven weghauen. Es braucht manchmal eben ein wenig Zeit, bis es flutscht.“

Haris Tabakovic
Ex-Austria-Goalgetter und Spieler Hertha Berlin
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Am 22. Mai 2022 fiel beim 4:0-Heimsieg über die Young Violets Austria Wien der letzte Lustenauer Treffer in der 2. Liga. Verantwortlich dafür der aktuelle Torjäger von Hertha Berlin Haris Tabakovic.gepa

Dass dem nicht so ist, beweisen aktuell drei Teams der 2. Liga. SV Stripfing, SKN St. Pölten und Vorarlbergs Bundesligaabsteiger Austria Lustenau. In 180 plus Nachspielzeit absolvierten Minuten ist es keinem Spieler in Grün-Weiß gelungen, einem Lustenauer Fan einen Torschrei zu entlocken.

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Der letzte Torschütze der Austria bleibt daher Haris Tabakovic, als er den 4:0-Endstand gegen Austria Wiens Amateurteam am 22. Mai 2022 per Elfmeter herstellte. „Naja, man darf nicht vergessen, die Austria hat ja jetzt zwei Jahre Bundesliga gespielt“, weist der Torschützenkönig der vergangenen Saison in Diensten von Hertha Berlin in der zweiten deutschen Liga hin. Tabakovic hat mit Hertha auch keinen Top-Start erwischt, ein Punkt aus den ersten zwei Ligaspielen, „dazu hab ich auch noch nicht getroffen. Das verbindet mich grad mit der Austria“, so der frischverheiratete 30-Jährige, der zudem gleich einen Tipp für seinen Ex-Club parat hat: „Auf keinen Fall die Nerven weghauen. Die Austria ist neu formiert, da braucht es eben ein wenig Zeit, bis es flutscht, vor allem, was die Offensive betrifft. Ich halte es genau so“.

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Heimkehrer auf Rapid-Bank

Austrias nächster Gegner SK Rapid II (Freitag, 18 Uhr, ImmoAgentur Stadion Bregenz) kommt im Vergleich als „Torfabrik“ der Liga ins Ländle. In zwei Matches gelangen den Schützlingen des Dornbirners Jürgen Kerber (38) gleich sieben Treffer inklusive maximaler Punktausbeute. „Ich habe beide Partien des SK Rapid gesehen. Sie haben eine starke Mannschaft, spielen mit gutem Tempo und sind gut organisiert“, warnt Austrias Coach Martin Brenner, der überzeugt ist, „dass unsere Tore kommen müssen und auch werden. Weil wir uns zuletzt wieder viele Torchancen herausgespielt haben“.

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Jürgen Kerber hat sich vom Jugentrainer zum Amateure-Coach von Rapid hochgearbeitet.gepa


Sein Gegenüber auf der Trainerbank der Hütteldorfer, der erstmals als Cheftrainer im Erwachsenen-Fußball in seiner Heimat tätig ist, erwartet einen heißen Tanz für sein Team: „Weil sich die Austria bisher unter ihrem Wert geschlagen hat“. Dennoch wollen Rapids „Juniors“ auch in Bregenz anschreiben, obgleich sein Team nicht in Bestbesetzung am Bodensee aufschlagen wird. Grund dafür: Die Kampfmannschaft spielt in der Europa-League-Qualifikation gegen Trabzonspor, „daher werden einige unserer Jungs in Wien bleiben und wir werden die Mannschaft mit Spielern der U18 auffüllen“, so Kerber, der bestätigt, dass es auf jeden Fall zwei Rapid-Fans in Bregenz vor Ort sein werden: „Mama und Papa haben immer eine Freude, wenn der Bub einmal wieder im Ländle ist.“ Ob Tore fallen werden? Kerber: „Naja, wir haben schon gezeigt, dass wir es können. Aber es wird schwer, denn die Austria steht defensiv hervorragend“.