Vor Altachs Auftakt reden Roland Kichler und Joachim Standfest

Für Bundesligist Cashpoint SCR Altach darf die Cuppartie in Donaufeld am Samstag (17.30 Uhr, ÖFB-TV) kein Ausrutscher werden.
Altach „Wir sind die Favoriten, sind auf jeder Position besser besetzt. Rufen wir das Maximum ab, werden wir die Partie gewinnen.“ Die Worte von SCRA-Cheftrainer Joachim Standfest zeugen von einer doch veränderten Haltung in Altach. Ohne Überheblichkeit wird die „breite Brust“ zur Schau gestellt und man ist durchaus bereit, sich an den Ergebnissen messen zu lassen.
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„Wir kennen uns jetzt schon ein Jahr“, bringt es Sportdirektor Roland Kirchler auf den Punkt. Der 53-jährige Tiroler nimmt mit seinen Worten nicht nur Bezug auf die Mannschaft, die trotz zehn Neuzugängen und elf Abgängen – bislang – im Kern unverändert blieb, sondern schließt den gesamten Betreuerstab, inklusive seiner Person mit ein. Und so wurden die sieben Wochen der Vorbereitung laut Kirchler intensiv genutzt, um Abläufe zu maximieren, um sich intensiver auszutauschen und auch, um intern sich Ziele zu stecken.
Weit offener ist er bei seinen Erwartungen: „Wir wollen die Leute hier mit unserem Fußball begeistern. Und nicht nur in den Heimspielen. Wir möchten unsere Linie durchziehen und haben die Zügel angezogen. Da haben wir bei uns im Betreuerstab angefangen. Wir haben uns hinterfragt. Das haben wir an die Mannschaft weitergegeben. Schon jetzt ist zu hören, dass wir eine viel lautere Mannschaft haben, als im Vorjahr. Diese Reaktion macht mir schon viel Freude. Deshalb blicke ich schon gespannt dem Auftakt entgegen. Natürlich werden wir nicht alle Spiele gewinnen, aber immer alles zu geben – diese Tugend wollen wir an den Tag legen.“ Der Trainer, so Kirchler, habe die härtere Linie durchgezogen und die „Jungs gehen voll mit“.
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Zwei wichtige Spiele zum Start
Das Grundgesetz im SCRA-Campus – „Jeden Tag das Beste aus sich rausholen“ – soll nun auch in den Spielen für die Fans sichtbarer werden. Deshalb ist für Standfest (44) auch wichtig, dass Spieler selbst Dinge einfordern, am Platz und in der Kabine. Zumal es laut dem Coach erneut gelungen ist, ein Team zusammenzustellen, deren Charaktere perfekt zueinanderpassen. Doch Standfest weiß nur zu gut, dass die Saison-Auftaktspiele in Donaufeld (ÖFB-Cup, Samstag, 17.30 Uhr) so wie der Ligastart zu Hause gegen Wattens richtungsweisend sein können.
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„Es geht kein Spieler auf die Tribüne, ohne dass er weiß, was unsere Gedanken dahinter sind.“
Joachim Standfest über die Breite des Kaders
Personell kann er bis auf den gesperrten Luca Kronberger (22) sowie den verletzten Lincoln (23) sowie Diego Madritsch (18) aus dem Vollen schöpfen. Auch hinsichtlich Torhüterposition hat er sich klar festgelegt: Altachs Nummer eins, Dejan Stojanovic, wird auch in den Cupspielen das Tor hüten.
Dass es ihm Spaß macht, mit der Mannschaft zu arbeiten, trägt Standfest im Vorfeld des Pflichtspiel-Auftakts gerne nach außen. Auch die Verjüngung des Kader – zehn Spieler – deren 15 sind zwischen 18 und 24 Jahre alt – sieht er als wichtiger Schritt. Bestes Beispiel ist Paul Koller. Denn noch ist nicht geklärt, ob der 22-Jährige über den Sommer hinaus in Altach bleibt. „Uns könnte wohl Schlimmeres passieren, als dass Paul bei uns bleibt“, sieht Kirchler, der dennoch schon Vorbereitungen getroffen hat, sollte der U-21-Teamspieler noch ein neues Angebot annehmen, die Situation locker.

Ab in den Norden
Einen neuen Verein gefunden hat Felix Strauss. Nach drei Jahren in Altach geht es für den Salzburger ab in den Norden. Der 23-jährige Verteidiger unterschrieb beim FC Lahti einen Vertrag bis Jahresende. Schon am Wochenende könnte Strauss sein erstes Spiel beim Schlusslicht in der höchsten finnischen Liga bestreiten. Zuletzt hatte Lahti das Ligamatch bei Kuopion Palloseura mit dem Ex-Altacher Ousmane Diawara mit 0:1 verloren.