Olympische Impulse und ein Weltrekord

Olympic Day an der Sportmittelschule Bregenz-Schendlingen war ein prägendes Erlebnis.
Bregenz Der lateinische Wahlspruch Citius, altius, fortius (schneller, höher, stärker/weiter) ist das traditionelle, 1894 von Pierre de Coubertin vorgeschlagene Motto der Olympischen Spiele. Die diesjährigen Projekttage an der Sportmittelschule Bregenz-Schendlingen, die ganz im Zeichen der bevorstehenden Olympischen Spiele in Paris standen, fanden ihren krönenden Abschluss in einem beeindruckenden Rekord im Marathonlauf. Über drei Tage hinweg hatten die Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Workshops und Aktivitäten tiefere Einblicke in die Welt des olympischen Sports gewonnen und sich intensiv mit den Werten und der Geschichte der Olympischen Spiele auseinandergesetzt.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Historischer Rekordlauf
Am letzten Tag konzentrierten sich alle Aktivitäten auf das Fußballstadion in Bregenz, wo das große Ziel, den österreichischen Marathonrekord zu brechen, in Angriff genommen wurde. Exakt 100 Mädchen und Burschen der vier Sportklassen trugen bei einem Staffellauf dazu bei, dass die Distanz von 42,195 Kilometern nicht nur bewältigt, sondern auch in einer rekordverdächtigen Zeit abgeschlossen wurde.

Stolz berechtigt groß
Die Entschlossenheit, etwas Großes zu realisieren, war von Anfang an spürbar. Nach den ersten 10 Kilometern lag man dank der perfekten Wechsel – alle 100 Meter wurde der Staffelstab an den nächsten übergeben – bereits vier Minuten vor der ÖLV-Rekordmarke, und die Motivation unter den Läuferinnen und Läufern erhielt einen zusätzlichen Schub. Trotz des einsetzenden Regens ließen sich die Schüler nicht entmutigen. Der Zuschauerbereich war gefüllt mit Familienmitgliedern, Freunden und Lehrkräften, die lautstark ihre Unterstützung zum Ausdruck brachten.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.
Historischer Rekordlauf
Als die Schlussläuferin Annika aus der 3a-Klasse die Ziellinie überquerte, stoppte die Uhr bei 1:52:49 Stunden. Ein Jubelsturm brach los, denn nicht nur der österreichische Rekord (Anm. 2:10:06 von Peter Herzog) wurde gebrochen, auch der Weltrekord von 2:00:35, gelaufen vom Kenianer Kelvin Kiptum im Oktober letzten Jahres in Chicago, wurde klar unterboten. Die Freude und der Stolz bei allen Beteiligten waren berechtigt groß. Dieser Moment symbolisierte nicht nur eine sportliche Leistung, sondern auch das Ergebnis monatelanger Vorbereitungen und das starke Gemeinschaftsgefühl der Schule.



Die Olympic Days haben nicht nur in sportlicher Hinsicht Maßstäbe gesetzt, sondern auch pädagogisch wertvolle Akzente. Die Schüler konnten die Bedeutung von Teamarbeit, Ausdauer und Zielstrebigkeit nicht nur verstehen, sondern auch erleben. Der Erfolg des Projekts zeigt, wie tiefgreifend die Wirkung solcher erlebnisorientierten Lernansätze sein kann, insbesondere wenn sie die Jugendlichen direkt in die Aktivitäten einbinden und ihnen ermöglichen, Geschichte zu schreiben.

Olympiasieger zu Besuch
Neben dem Weltrekord war der Besuch von Alessandro Hämmerle ein weiterer Höhepunkt. Der 2022-Olympiasieger im Snowboardcross brachte seine Goldene mit, gab mit Eishockeyspieler Stefan Ulmer Einblicke in seine Erfahrungen und Eindrücke als Sportler bei Olympischen Spielen, stand für Selfies und Autogramme zur Verfügung. Beinahe jeder Schüler nützte auch die Gelegenheit, die Goldene von Hämmerle anzufassen.

Während sich die Welt auf die in einem Monat beginnenden Sommerspiele in Paris vorbereitet, blicken die Schüler der SMS Schendlingen auf ihre eigene olympische Erfahrung zurück, die sie sicherlich nicht nur motivieren, sondern auch für zukünftige Herausforderungen inspiriert haben