Neun Austrianer besitzen einen Vertrag für die 2. Liga

Austria Lustenau will das letzte Saisonspiel gegen Altach ernst nehmen.
Lustenau Sportlich ist der Wert des vorerst letzten Bundesliga-Derbys zwischen dem Cashpoint SCR Altach und Austria Lustenau überschaubar. Und dennoch herrscht vor dem Duell der beiden Lokalrivalen Brisanz. Von den Aussagen von Altach-Geschäftsführer Christoph Längle im VN-Interview fühlten sich die Lustenauer mindestens irritiert. „Wer die Rivalität zwischen den Vereinen beklagt, sollte nicht selbst Öl ins Feuer gießen. […] Wenn wir positive Stimmung in den Stadien haben möchten, müssen wir das von oben auch vorleben“, ließen sich die Grün-Weißen zitieren und verzichteten auf weitere Kommentare.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Iframely angezeigt.
Der finale Akt im Abstiegskampf am vergangenen Wochenende fiel für die Austria hochemotional aus, auch wenn er sich bereits über Wochen angekündigt hatte. „Es war schwierig. Richtig realisieren werden wir es erst, wenn die neue Saison losgeht und wir kein Bundesligist mehr sind. Es hat sich angefühlt wie ein Schlag ins Gesicht“, sagte ein sichtlich geknickter Tobias Berger im Rahmen der letzten Spieltagspressekonferenz der Saison.

Der Linksverteidiger wird mit den Grün-Weißen in die 2. Liga gehen, sein Vertrag gilt ebenso wie jene von Pius Grabher, Matthias Maak, Rafael Devisate, Nico Gorzel, Leo Mätzler, Namory Cisse, Simon Nesler-Täubl und Matheus Lins auch für die zweithöchste Spielklasse. Wer zur neuen Saison auf der Trainerbank der Lustenauer sitzen wird, entscheidet sich wohl in den kommenden zwei Wochen. Andreas Heraf hat sein Interesse am Verbleib in Lustenau bereits angekündigt, erste Gespräche mit dem neuen Sportdirektor Mirco Papaleo haben schon stattgefunden. Ein Verbleib des Wieners erscheint zumindest realistischer als noch vor einigen Wochen.

Ohne Fridrikas und Anderson
Mit den Siegen gegen Austria Wien und Blau-Weiß Linz hat Heraf Werbung in eigener Sache gemacht. Im vierten Derby der Saison will er unbedingt den ersten Sieg feiern: „Es ist ein Meisterschaftsspiel und es geht um drei Punkte. Wir wollen gewinnen und uns von unseren Fans sauber verabschieden, auch wenn wir unser Ziel nicht mehr erreichen können.“ Auch Berger will die Saison noch nicht abhaken: „Es bleibt ein Derby, wir wollen auf keinen Fall vier in einer Saison verlieren. Das ist Motivation genug für das Spiel.“

Heraf wird auf die angeschlagenen Lukas Fridrikas und Anderson – beide werden heftig von Altach umworben – verzichten. Aufgrund zahlreicher Verletzungen bleibt die personelle Auswahl für Heraf deshalb überschaubar. Es könnte aber dennoch zu einigen Wechseln in der Startformation kommen.
Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.
Verabschiedungen der Austria wird es im Stadion des Rivalen keine geben, diese werden im internen Rahmen im Vorfeld durchgeführt. Denn unmittelbar nach Spielende geht die Bundesligazeit der Lustenauer zu Ende, zahlreiche Akteure und einige Mitarbeiter verlassen den Verein. Die Verbliebenen treffen sich dann am 17. Juni im Reichshofstadion zum Trainingsauftakt wieder. „Es wäre eine schöne Sache, hier weiterzumachen. In meinem Kopf ist der Wiederaufstieg zur Eröffnung des neuen Stadions möglich“, sagte Heraf, der zu diesen Verbliebenen gehören möchte.