
Austria Lustenau ist abgestiegen
Trotz 1:0-Heimsieg muss Austria Lustenau den Gang in 2. Liga antreten, weil SCR Altach bei der WSG Tirol mit 1:0 gewinnt.
Bregenz Der Traum vom großen Finale nächste Woche im Derby gegen den SCR Altach, in dem man den Abstieg in die 2. Liga noch abwenden wollte, ist geplatzt. Zwar gewinnen die Grün-Weißen das Heimspiel gegen BW Linz, doch die Schützenhilfe der WSG Tirol im Duell gegen den SCR Altach blieb aus. Die Rheindörfler konnten das Spiel gar mit x:x für sich entscheiden. Damit hat das vorerst letzte Bundesligaderby nächsten Samstag nur mehr Testspielcharakter.
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Enttäuschung pur
Dementsprechend enttäuscht waren die über 4000 Fans der Austria, die gekommen waren, um Zeuge eines “Wunders” zu sein. Vorwerfen konnte sich die Mannschaft rund um Kapitän Matthias Makk und Co. aber nichts. Man hatte alles versucht, ihre Pflichtaufgabe mit dem Sieg sogar erfüllt, allein Altach spielte nicht mit. Damit ist es Gewissheit: Nächste Saison geht es gegen den SV Lafnitz und SV Horn statt gegen Sturm Graz oder RB Salzburg.

Spiel mit offenen Visier
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Die Austria hatte ihr Visier von der ersten Minute an komplett hochgeklappt. Ohne aber dabei die Defensive zu entblößen jagte die Mannschaft von Trainer Andi Heraf nach dem Führungstreffer. Angeführt vom Offensivtrio Yadaly Diaby, Ben Bobzien und Namory Cisse waren die Grün-Weißen sofort Herr der Lage. BW Linz wusste sich kaum zu erwehren.Cisse (4.), Diaby (10.), Bobzien per Volley-Versuch (32.) fanden große Einschussmöglichkeiten vor, ehe Diaby (37.) die 4000 Zuschauer erstmals zum Jubeln brachte. Nach Vorlage von Cisse fackelte der Stürmer nicht lange und bezwang Ex-Altach-Goalie Andi Lukse im Tor der Linzer.

Plötzlich wurde es ruhig
Zu diesem Zeitpunkt lag die große Sensation noch in der Luft, doch als Lukas Gugganig (42.) wenig später die Altacher Führung bei der WSG Tirol besorgte, wurde es ruhig im ImmoAgentur-Stadion. Es gab wohl kaum jemanden an diesem sommerlichen Nachmittag, der nicht per Handy informiert wurde über den Spielstand es Ländle-Rivalen.

Gekämpft bis zur letzten Sekunde
Den Spielstand in Tirol bekamen wohl auch die Austria-Spieler in der Kabine mit, dennoch änderte sich nichts an der Ausrichtung in der zweiten Halbzeit. Doch die Linzer legten einen Gang zu. Bei einem Kopfball von Ronivaldo (49.) musste Austria-Goalie Domenik Schierl die Latte zur Hilfe nehmen. Wenig später war Schierl zweimal Sieger gegen Linz-Kicker Kristijan Dobras (52.).
Fussball, Bundesliga, Qualifikationsrunde
9. Spieltag
Austria Lustenau – BW Linz 1:0 (1:0)
Bregenz, ImmoAgentur Stadion, 4200 Zuschauer, SR Sadikovski
Torfolge: 37. 1:0 Diaby
Gelbe Karten: bzw. Pasic (22./Foulspiel), Ibrahimi (64./Foulspiel)
Austria Lustenau: Schierl; Boateng, Maak, Lins – Gorzel (72. Chato), Tiefenbach, Grabher, Gmeiner – Diaby (79. Rhein), Cisse (90. A. Schmid), Bobzien (90. Koc)
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Dennoch: Die Austria stockte nie auf, wollte unbedingt das 2:0 machen. Und hatte in Minute 79 gleich eine Dreifachchance. Zuerst scheiterte Cisse an der Stange, danach wurde Diabys Schuss geblockt und Daniel Tiefenbachs Nachschuss verfehlte das Ziel nur hauchzart.