Deshalb will Altachs Sportchef die Niederlage nicht einfach hinnehmen

Sport / 24.04.2024 • 18:30 Uhr
ABD0154_20240423 – LINZ – …STERREICH: v.l. Lukas Fadinger (Cashpoint SCR Altach), Manuel Maranda (FC Blau-Wei§ Linz) am Dienstag, 23. April 2024, wŠhrend der Admiral Bundesliga-Begegnung der Qualifikationsgruppe, 6. Runde, zwischen FC Blau Wei§ Linz und Cashpoint SCR Altach in Linz. – FOTO: APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Lukas Fadinger (Bild) und Co. schmeckte das “Linzer Bier” nicht. apa

“Befinden uns noch mitten im Abstiegskampf.” Lukas Fadinger mit warnenden und Sportdirektor Roland Kirchler mit klaren Worten.

Linz-Wien Als Spieler und Betreuerteam gestern nach dem Mittagessen im wieder reparierten Mannschaftsbus Platz genommen hatten, war der Fokus schon auf das Freitagspiel gerichtet. Auch wenn der Dienstagabend nicht bei allen so schnell verdaut war. Der Trainer nutzte den Morgen danach für eine schonungslose Analyse der 90 Minuten, nach denen schon Lukas Fadinger warnende Worte an seine Mitspieler gerichtet hatte.

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Altachs Lukas Jäger im Spiel gegen Alem Pasic (BW Linz). gepa

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„Wir müssen schauen, dass wir da unten wegkommen und nicht absteigen. Solange es rechnerisch noch möglich ist, sind wir weiterhin nicht aus dem Abstiegskampf draußen“, sagte der 23-Jährige mit Blick auf die aktuelle Tabellensituation.

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„Ich habe ein Problem damit, gegen schlechtere Mannschaften vier Punkte abzugeben.“

Roland Kirchler
Sportdirektor SCR Altach
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Die Fans werden ihre Spieler auch in Wien anfeuern, auch wenn die Wege weit sind. gepa

Noch direkter wurde Roland Kirchler. Altachs Sportdirektor zeigte kein Verständnis für die Leistung in der zweiten Halbzeit. „Wir lassen uns ganz einfach die Butter vom Brot nehmen. Das tut mir einfach nur weh“, so der 53-jährige Tiroler. Noch beim Aufwärmen war er zusammen mit BWL-Trainer am Spielfeldrand in ein Gespräch verwickelt, in welchem Gerald Scheiblehner den guten Altacher Kader lobte. „Nach dem Schlusspfiff habe ich in sein freudestrahlendes Gesicht geschaut. Natürlich verstehe ich ihn, aber mich als Sportler ärgert eine solche Niederlage. Ich habe einfach ein Problem damit, gegen schlechtere Mannschaften nur einen Punkt geholt zu haben. Egal, wer schuld ist, damit kann ich nicht leben.“ Fußball, so sagt Kirchler, ist ein Ergebnissport und da „muss ich mich nach so einer ersten Hälfte einfach mehr wehren“. Er könne es nicht mehr hören, gut gespielt, aber verloren zu haben.

Fokus auf den Klassenerhalt

Für Kapitän Lukas Jäger ist der Leistungsabfall nach der Pause auch mit Abstand zum Spiel nicht erklärbar. „Wir hatten eigentlich alles unter Kontrolle, haben dann jedoch zu wenig dagegengehalten, haben zu wenig kreiert. Wir waren einfach nicht mutig.“ Somit rücke auch die Zielsetzung, Europacup-Play-off-Platz in „weite Ferne“. „Es ist zwar rechnerisch noch möglich, aber wir tun gut daran, erst einmal den Klassenerhalt zu fixieren.“

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Keine Rolle spiele in der nun doch noch dramatisch anmutenden Endphase der Meisterschaft laut dem 30-Jährigen die Tatsache, dass man als Altach nur gegen drei Teams in der Liga Siege gefeiert hat. „Wir haben schon öfter gezeigt, dass wir gute Spiele abliefern können, auch gegen Austria Wien. Wir werden alles versuchen, die Punkte mit nach Vorarlberg zu nehmen.“