„Wir haben unsere Grenzen ausgelotet“

Der Bregenzer Segler Lukas Mähr peilt mit Lara Vadlau eine EM-Medaille an.
Hyeres „Die Olympischen Spiele kommen in Riesenschritten näher. Ich kann mir noch gar nicht vorstellen, wie es dann sein wird“, sagt Lukas Mähr und ergänzt, „es wird nicht weniger Arbeit. Wir haben davor noch einige Ziele abzuarbeiten.“ Der Bregenzer 470er-Segler startet ab Montag mit Steuerfrau Lara Vadlau beim Weltcup vor Hyeres. Zwischen dem Weltcuprevier und dem Olympischen Segelhafen in Marseille liegen nur rund 70 Kilometer Luftlinie, auch die Bedingungen vor den beiden Mittelmeerhäfen sind vergleichbar.
„Wir haben schon bewiesen, dass wir in Südfrankreich gut segeln können. Wir wollen es beim Weltcup beweisen, dass wir schnell sind. Die Bedingungen, die wir in Hyeres vorfinden, werden in Marseille ähnlich sein“, sagt der 33-Jährige. Eine Woche nach dem Weltcup wird ebenfalls an der Côte d’Azur vor Cannes die Europameisterschaft ausgetragen. Dort will das österreichische 470er-Boot mit der Nummer eins um die Medaillen kämpfen. „Wir wollen auf jeden Fall unter den Top sechs landen, eine Medaille wäre cool. Wir segeln nicht das Material, das wir bei den Spielen verwenden, deshalb machen wir uns nicht zu viel Druck“, erzählt Mähr.
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Vorwindkurs hat Potenzial
Zuletzt waren die Olympiateilnehmer bei der traditionsreichen Trofeo Princesa Sofia im Einsatz. Am Ende belegten Vadlau/Mähr den 22. Platz, damit war der Vorarlberger Vorschoter überhaupt nicht zufrieden. „Die Regatta ist nicht nach Wunsch gelaufen. Das Ergebnis war schlecht“, findet Mähr deutliche Worte. Die enttäuschende Platzierung hatte vor allem mit dem ersten Wettkampftag zu tun. An diesem unterlief dem rot-weiß-roten Duo sowohl ein Fehlstart als auch eine Disqualifikation. Diese Regelverletzungen dürfen bei Olympia keinesfalls passieren. „Wir müssen im Startbereich besser werden. Es waren gute Lehren. Wir sind in einer gewissen Probierphase, wir haben vor Mallorca unsere Grenzen ausgelotet“, sagt der Segler vom Yachtclub Bregenz.
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In der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele soll nichts dem Zufall überlassen werden. Von den jetzigen Erkenntnissen wird das Duo vor Marseille profitieren, das Niveau in der 470er-Klasse ist sehr hoch, mit vielen Booten, die um die Spitzenplätze mitsegeln können. „Es geht darum, die letzten fünf Prozent herauszuholen, um konstant vorn dabei zu sein. Der Fokus liegt definitiv auf unserer Performance auf der Vorwind, da haben wir noch den größten Aufholbedarf“, sagt Steuerfrau Vadlau.