Altach und die Belohnung

So oft war in den vergangenen Wochen das Wort „Belohnung“ gefallen. Sich für die durchaus couragierten Auftritte belohnen, den Ertrag für die Aufwände einfahren. Der Wert für die Expected Goals – die Kennzahl zur Messung der Wahrscheinlichkeit, dass ein Schuss zu einem Tor führt – wurde strapaziert und die Geduld der Fans auf die Probe gestellt.
Allein die Verantwortlichen blieben ruhig. Chefcoach Joachim Standfest gestand zwar, dass es vor allem in den Tagen vor dem Derby ihm nicht immer leicht viel, Ruhe zu bewahren und diese auch an die Spieler weiterzugeben. Allein das Trio Kirchler/Standfest/Wallner schaffte es, am eingeschlagenen Weg festzuhalten und die spielerische Note weiter zu pflegen. Torarmut hin, Torarmut her – der Glaube an die Spieler und ihre Qualität sollte sich letztendlich auszahlen.
Das dritte Saisonderby zwischen Altach und der Austria zeigte noch einmal ganz deutlich die aktuell unterschiedlichen Spiel-Philosophien auf. So ist der Sieg von Altach auch ein Sieg für den Fußball. Für einmal wurde dieses Mehr an Aktivität auf dem Platz auch belohnt.
Den ersten Matchball im Kampf um den Klassenerhalt in Händen haltend, ist es nun an Altach, das vor Quali-Runden-Beginn definierte Ziel anzuvisieren: Denn auf Wolfsberg und Platz zwei fehlen nur drei Zähler. Was es dazu braucht? Weitere Tore . . . und Siege!