Lustenau lebt wieder

Das große Lebenszeichen in Hütteldorf hat das Feuer wieder entfacht.
Lustenau-Wien „Vielleicht ist genau dieser Punkt entscheidend, dass wir nächste Saison wieder in der Liga spielen“ Für Pius Grabher war das 1:1 beim haushohen Favoriten Rapid nicht nur eine wichtige Moralinjektion, bevor laut Trainer Andreas Heraf kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen Blau-Weiß Linz (17 Uhr) die „Mission Klassenerhalt“ richtig losgeht. Auch wenn im ersten Moment bei der Austria die Enttäuschung über zwei verlorene Punkte überwog: „Wenn wir die kommenden elf Spiele so auf den Platz bringen, stehen die Chancen gut, dass wir noch wen hinter uns lassen.“
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Ein Wermutstropfen ist, dass Grabher wegen seiner Roten gesperrt ist – doppelt bitter, wo doch der aus dem gegebenen Hands resultierende Elfer schon den Dreier verhinderte: „Natürlich war das die spielentscheidende Szene. Ich bleibe dabei, dass das kein Handspiel war. Wir bekommen Regelschulungen, wo es heißt, wenn der Ball auf das Shirt geht, ist es nicht strafbar.“

Erstes Bundesligator
Trotzdem können die Lustenauer aus der Leistung Kraft schöpfen. „Gegen Rapid sind viele davon ausgegangen, dass wir nichts mitnehmen. Aber wir haben es diesen Leuten gezeigt und alles reingehaut“, freute sich Ben Bobzien über sein erstes Bundesliga-Tor: „Vor dieser Kulisse ist das schon unglaublich. Ich muss dem Schierli für den Assist danken“. Das erste Tor für die 20-jährige Mainz-Leihgabe im 16. Spiel und dritten Einsatz von Beginn.
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„Es war Zeit, wiederzutreffen.“ Zuletzt schoss er vor neun Monaten Elversberg in der Verlängerung gegen Saarbrücken zum Sieg im Saarlandpokal, nachdem er mit dem Klub auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga fixiert hatte: „Ein tolles halbes Jahr“. Doch dann kam das Katastrophen-Halbjahr mit Lustenau – doch die Mannschaft lebt. Vier Punkte im Frühjahr sind jetzt schon einer mehr als im gesamten Herbst.
Mit Maak hinten und Fridrikas vorne sind zwei Spieler voll zurück, die den Unterschied ausmachen können. Und gegen Rapid präsentierte sich nicht nur die Defensive nach dem 0:7 in Salzburg wieder gefestigt, auch nach vorne wurde man wieder konkreter. Zudem hat man mit der Viererkette jetzt „eine gute weitere Option im Spiel.“ Christoph König