SW Bregenz verzichtet auf letzten Schritt

Traditionsklub ruft das Ständige Neutrale Schiedsgericht in der Causa rund um die Brasilianer nicht an. Verfahrenskosten sind zu hoch.
Bregenz Spätestens Donnerstag, 19 Uhr, hätte SW Bregenz das Ständige Neutrale Schiedsgericht anrufen müssen, um doch noch eine Wende in der Causa rund um die brasilianischen Spieler zu erzwingen.
Doch aufgrund zu hoher Verfahrenskosten, die bei rund 20.000 Euro liegen, hat man sich nun dagegen entschieden und nimmt das Strafausmaß (drei Punkte Abzug plus 25.000 Euro Geldstrafe, davon 10.000 Euro bedingt) hin. Im Laufe des Herbst 2023 hat die österreichische Bundesliga den Entscheid gegen die Schwarz-Weißen wegen Verstoß gegen das Zulassungskriterium bei den Spielern Matheus Lins (heute Austria Lustenau), Gabryel Monteiro (heute FC Dornbirn) und Ricardo (vereinslos) gefällt.
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Keine Milderung der Strafe
Der Traditionsklub, allen voran Obmann Thomas Fricke, war ob des Urteils mehr als erbost und kündigte weiter Rechtsschritte an. Gesagt, getan, doch auch das Protestkomitee sah sich zu keiner Änderung des Strafmaßes gezwungen und hielt an dem Urteil fest.
„Wir rechnen je nach Dauer mit Kosten von bis zu 20.000 Euro für das Verfahren. Was uns aber nicht garantiert, dass es zu einer Milderung der Strafe kommt. So eine hohe Summe wollen wir dem Verein und allen Mitgliedern gegenüber nicht verantworten.“
Thomas Fricke, Obmann SW Bregenz

Am 21. Februar trudelte dieser Entscheid in Bregenz ein. Seither rauchten bei den Vereinsverantwortlichen die Köpfe, ob der Verein den nun letzten Schritt Richtung Ständiges Neutrales Schiedsgericht gehen soll. Doch nach reiflicher Überlegung hat man sich dagegen entschieden. „Wir rechnen je nach Dauer mit Kosten von bis zu 20.000 für das Verfahren. Was uns aber nicht garantiert, dass es zu einer Milderung der Strafe kommt. So eine hohe Summe wollen wir dem Verein und allen Mitgliedern gegenüber nicht verantworten“, erklärt Obmann Fricke, der weiter daran festhält, „dass wir mit gutem Wissen und Gewissen behaupten können, in dieser Causa richtig gehandelt zu haben“.
Hohe Verfahrenskosten
Die Kosten für die Anrufung an das Schiedsgericht beinhalten einen Verfahrenskostenvorschuss von 10.000 Euro, ohne den in Wien kein Schiedsrichter (vier Personen) bezüglich der Causa einen Finger rührt und der spätestens Donnerstagabend in Wien einlangen hätte müssen, über einen Kostenaufwand von 500 Euro bis hin zur Bezahlung der einzelnen Schiedsrichter (300 Euro Stundensatz).