Emotionale Rückkehr: “Es ist definitiv etwas Besonderes für mich”

Sport / 23.02.2024 • 13:30 Uhr
Trainer Markus Mader (Lustenau)
Markus Mader ist die Vorfreude auf sein erstes Heimspiel mit SW Bregenz ins Gesicht geschrieben. Stiplovsek

Markus Mader kehrt nach rund 35 Jahren als SW Bregenz-Trainer wieder zurück in “sein” Stadion.

Bregenz Das erste Heimspiel von SW Bregenz im Jahr 2024 am Samstag, 14.30 Uhr gegen SKU Amstetten steht unter einem ganz besonderen Stern. Zum einen ist es der erste Auftritt im “neuen”, mittlerweile Bundesliga-tauglichen ImmoAgentur-Stadion mit dem im Herbst frisch verlegten Rollrasen für die Heimmannschaft, zum anderen ist es die Rückkehr des “verlorenen” Sohnes Markus Mader.

“Ich spüre natürlich ein Kribbeln, wenn ich daran denke. Denn es ist eine Rückkehr nach fast 35 Jahren an die Stätte, an der ich das Fußballspielen gelernt habe”

Markus Mader, Trainer SW Bregenz
Trainingsstart SW Bregenz Markus Mader/Martin Schneider
Markus Mader fühlt sich pudelwohl in seinem “Wohnzimmer”. paulitsch

Beim Stadion aufgewachsen

“Ich spüre natürlich ein Kribbeln, wenn ich daran denke. Denn es ist eine Rückkehr nach fast 35 Jahren an die Stätte, an der ich das Fußballspielen gelernt habe”, freut sich der 55-Jährige auf die Partie gegen Amstetten. Mader ist direkt neben dem Bodenseestadion, wie es früher hieß, aufgewachsen, hat dort seine gesamte Jugend verbracht. “Es war ja nicht nur die Zeit, die ich als junger Kicker im Nachwuchs von Schwarz-Weiß verbrachte. Ich war gefühlt jeden Tag beim Training der ersten Mannschaft dabei”, erinnert sich der zweifache Familienvater zurück. Damals engagierte er sich fleißig als Ballbub, bei den Trainings und auch den Spielen der Kampfmannschaft: “Ich hab den damaligen Größen wie Peter “Lupo” Kastner oder den Kornexl-Brüdern täglich auf die Füße geschaut. Oder beim Schusstraining die Bälle für Goalie Erwin Wawra geholt. Daran werd eich mich immer erinneren”.

Emotionale Rückkehr: "Es ist definitiv etwas Besonderes für mich"
Markus Mader (r.) als Spieler des FC Hard im Duell mit Viktoria Bregenz-Kicker Martin Bernhard.

Auch während den Bundesligajahren der Schwarz-Weißen bis zum Konkurs 2005 war Mader als Zuschauer im Stadion, “das war Pflicht für mich. Und es war immer eine coole Atmosphäre, auf diese freue ich mich nun als Trainer”, so der SWB-Coach, der nach dem 2:1-Auswärtssieg bei der Vienna zum Auftakt selbstbewusst ins Heimspiel gegen den Tabellenletzten geht.

Emotionale Rückkehr: "Es ist definitiv etwas Besonderes für mich"
Auch bei den Bundesligaspielen zur Jahrtausendwende war Markus Mader auf der Tribüne anzutreffen.

Natürlich lautet das Ziel Heimsieg, natürlich wünscht sich Mader eine tolle Heimpremiere der Mannschaft unter seiner Regie. Dennoch warnt er vor dem Gegner: “Weil ich überrascht bin, dass Amstetten mit dieser routinierten Truppe mit vielen erfahrenen Zweitligaspielern in der Tabelle ganz hinten steht. Schaut man sich den Kader von Amstetten an, ist das keine Partie, die man im Vorbeigehen mal so mitnimmt”.

<p class="caption">Der neue Bregenzer Cheftrainer Markus Mader (links) dick eingepackt bei der ersten Einheit, zusammen mit seinem Co Martin Schneider.<span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker">Paulitsch</span></p>
Markus Mader und Co-Trainer Martin Schneider haben bezüglich Kader die Qual der Wahl. paulitsch

Obgleich er von seiner Mannschaft überzeugt ist, auch den nächsten vollen Erfolg einzufahren. “Die Jungs sind hungrig nach Erfolg. das hat auch die Partie in Wien gezeigt. Und das sehe ich auch in den Trainings. Die Burschen wollen etwas erreichen in ihrer Karriere, geben richtig Gas.” so der SWB-Coach, der auch diesmal die Qual der Wahl hat, was den Spieltagskader betrifft. Bis auf Mario Gintsberger (Zerrung) sind alle Spieler verfügbar. “Es hat schon in Wien Härtefälle im Kader gegeben. So waren Lukas Parger oder Okan Aydin gar nicht im Kader. Wir sind auf jeder Position doppelt besetzt, es ist nicht leicht für mich, auszuwählen”.

ABD0120_20221112 – HARTBERG – …STERREICH: Okan Aydin (Hartberg /links) und Martin Moormann (Rapid) wŠhrend der Admiral Bundesliga- Begegnung zwischen TSV Egger Glas Hartberg und SK Rapid Wien am Samstag, 12. November 2022, in der Profertil Arena in Hartberg. – FOTO: APA/ERWIN SCHERIAU
Neuzugang Okan Aydin hat sich zuletzt im Test gegen FC Hard gut präsentiert. apa

Um sich ein noch besseres Bild seiner Spieler zu machen, hat Mader unter der Woche einen Test gegen den FC Hard (5:0-Sieg) eingeschoben, “damit die Jungs, die zuletzt weniger zum Einsatz kamen, Spielpraxis sammeln können”. Dabei hat Aydin bereits mit Leistung aufgezeigt und sich für Samstag empfohlen. “Okan ist unbestritten ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann. Das hat er schon bei vielen Klubs bewiesen. zudem hat er sich extrem schnell in das Team integriert”, so der SWB-Coach über den zentralen Offensivspieler, der sich bewusst für den Wechsel in die Landeshauptstadt Vorarlbergs entschieden hat. Aydin lag nämlich schon ein unterschriftsreifes Angebot von Admira Wacker vor.