Altach und Noah Bischof gehen getrennte Wege

Sport / 15.01.2024 • 16:57 Uhr
Vor dem Abflug: Noah Bischof wird Altach verlassen. <span class="copyright">gepa</span>
Vor dem Abflug: Noah Bischof wird Altach verlassen. gepa

Vertrag des U-21-Teamstürmers wäre im Sommer ausgelaufen. Neuer Klub von Bischof soll der SK Rapid sein. Mit Vesel Demaku präsentiert der Cashpoint SCR Altach einen zweiten Neuzugang. Der Mittelfeldakteur kommt leihweise vom SK Sturm.

Altach Am 17. Jänner reist der Cashpoint SCR Altach ins Trainingslager in die Türkei. Doch da wird ein Stürmer fehlen, der schon beim Test gegen Unterhaching (1:4) nicht mehr im Kader stand. Denn Noah Bischof und der heimische Bundesligist gehen ab sofort getrennte Wege.

Noah Bischof steht wohl vor einem Wechsel nach Wien. <span class="copyright">gepa</span>
Noah Bischof steht wohl vor einem Wechsel nach Wien. gepa

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Im Sommer 2021 war der 21-Jährige von der Akademie Vorarlberg zu den Rheindörflern gewechselt. Und schon wenige Wochen später (21. Juli) feierte er im Alter von 18 Jahren und sieben Monaten sein Debüt in der Bundesliga. Unter Trainer Damir Canadi debütierte Bischof gegen den LASK (0:1). Und es war erneut gegen die Linzer, als ihm im Oktober 2021 der erste Bundesligatreffer gelang. Es sollte das Tor zum 1:0-Sieg der Altacher in Linz sein.

<p class="caption">Als junger Stürmer mit viel Potenzial war Noah Bischof 2021 in Altach angekündigt worden.<span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker">VN</span></p>

Als junger Stürmer mit viel Potenzial war Noah Bischof 2021 in Altach angekündigt worden. VN

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<p class="caption">Noah Bischof will auch im Teamdress wieder jubeln.<span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker"><span class="copyright">gepa</span></span></p>

Noah Bischof will auch im Teamdress wieder jubeln. gepa

62 Spiele hat er seither für Altach in der Liga bzw. im ÖFB-Cup bestritten und dabei fünf Treffer erzielt. In der laufenden Saison ist er noch ohne Torerfolg und auch die Einsatzminuten sind mager. Der aufstrebende Stürmer wurde mehr und mehr mit Negativkommentaren von den Zuschauerrängen konfrontiert. Das wirkte sich sichtlich auf das Selbstvertrauen aus. Bischof verlor seine jugendlichen Elan, wirkte oft nachdenklich – das Selbstverständnis war verloren gegangen.

Noah Bischof beim Trainingsauftakt in Altach. <span class="copyright">gepa</span>
Noah Bischof beim Trainingsauftakt in Altach. gepa

Mit dem vorzeitigen Wechsel möchte sich Bischof nicht nur neu orientieren, er will damit auch die Chance wahren, seinen Platz im U-21-Team nicht zu verlieren. Dabei ist davon auszugehen, dass er einen Wechsel innerhalb der österreichischen Bundesliga vollzieht. Eine Bestätigung der Klubs fehlt zwar noch, gerüchteweise soll es sich bei seinem neuen Verein um Rekordmeister SK Rapid handeln.

Zweiter Stürmer ebenfalls weg

Samuel Horak hat die Rheindörfler wieder in Richtung Wien verlassen. Der 18-jährige Stürmer, der für die Juniors in der Westliga acht Tore in 15 Spielen erzielte, unterschrieb beim SK Rapid, wo er für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Ost vorgesehen ist. Sein Trainer ist mit Jürgen Kerber (38) ein Vorarlberger.

Samuel Horak (rechts) wechselt von Altach zurück nach Wien. <span class="copyright">Steurer</span>
Samuel Horak (rechts) wechselt von Altach zurück nach Wien. Steurer

Abwehrchef bleibt in Altach

2022 war Lukas Gugganig nach sieben Jahren in Deutschland zurück nach Österreich gewechselt. Der Kärntner unterschrieb da einen Zweijahresvertrag. Dieser wurde nun vorzeitig verlängert. Der 28-Jährige setzte seine Unterschrift unter einen Kontrakt bis Sommer 2026. Dabei war seine ersten Monate gar nicht so einfach. Denn unter Coach Michael Klose fand sich der Verteidiger nach einem durchwachsenen Start oft auf der Ersatzbank wieder. Erst im Frühjahr unter dem Duo Klaus Schmidt/Joachim Standfest wurde Gugganig als Abwehrchef eine fixe Größe. Eine solche ist er auch unter Cheftrainer Standfest. Insgesamt hat er 43 Bewerbspiele für den SCRA bestritten und dabei drei Treffer erzielt.

Lukas Gugganig im Training, rechts Cotrainer Roman Wallner. <span class="copyright">gepa</span>
Lukas Gugganig im Training, rechts Cotrainer Roman Wallner. gepa

Neuer Mittelfeldmann vom SK Sturm

Auf Leihbasis kommt Vesel Demaku nach Altach. Nach dem Ausfall von Manuel Prietl (Kreuzbandriss) war Sportchef Roland Kirchler auf der Suche nach einem Ersatz. Nun soll der 23-Jährige vom SK Sturm für mehr Variabilität im Spiel der Altacher sorgen. “Ich bin überzeugt davon, dass wir viel Qualität im Kader haben und hoch motiviert, gemeinsam mit der Mannschaft im Frühjahr anzugreifen”, sagt der Spieler anlässlich seiner Vertragsunterzeichnung. Demaku spielte im Herbst in den Planungen bei Sturm keine Rolle mehr und will sich jetzt in Altach neu beweisen. Bei den Rheindörflern jedenfalls ist man vom Potenzial des Spielers überzeugt. “Vesel Demaku bringt in seinem jungen Alter viel Bundesligaerfahrung mit. Aufgrund der Konkurrenzsituation hatte er in Graz zuletzt eine nicht ganz einfache Situation, weshalb sich für uns die Möglichkeit eines Transfers ergeben hat”, sagt Kirchler. Nicht zuletzt deshalb hat sich der Klub die Option auf eine Verpflichtung von Demaku, dessen Vertrag in Graz bis 2026 läuft, gesichert.

Zuletzt war Vesel Demaku vor allem für Sturm II in der 2. Liga im Einsatz. <span class="copyright">gepa</span>
Zuletzt war Vesel Demaku vor allem für Sturm II in der 2. Liga im Einsatz. gepa

Seine fußballerische Ausbildung absolvierte der Wiener in den Nachwuchsabteilungen des SK Rapid, FC Admira und FC Red Bull Salzburg. Das Bundesligadebüt feierte er schließlich im März 2018 für die Wiener Austria. Im Trikot der Veilchen absolvierte Demaku 79 Pflichtspiele, ehe er nach Vertragsende im Sommer 2022 zum SK Sturm Graz übersiedelte.