Auf Kampf gegen Schnee folgt das Derby

Sport / 04.12.2023 • 21:55 Uhr
Mit vereinten Kräften wurde der Schnee rund um den Stadionrasen beseitigt. <span class="copyright">VN-Stiplovsek</span>
Mit vereinten Kräften wurde der Schnee rund um den Stadionrasen beseitigt. VN-Stiplovsek

Tiefer Boden lässt ein Spiel mit viel Kampf erwarten. Anpfiff in Altach erfolgt am Dienstag um 19 Uhr.

Altach Das bevorstehende Derby zwischen dem Cashpoint SCR Altach und des SC Austria Lustenau kennt schon die ersten Sieger. Es sind dies die vielen ehrenamtlichen Helfer des Bundesligaklubs aus dem Rheindorf, die mit vollem Einsatz gegen den letzten Schnee auf und neben dem Platz kämpften und für augenscheinlich gute Bedingungen sorgten. Das Spielfeld ist geräumt, der Boden allerdings sehr tief, doch dem Anpfiff durch den Salzburger Referee Christopher Jäger steht heute Abend (19 Uhr) nichts mehr im Wege.

Dem Schnee im Stadion ging es am Montag an den Kragen. <span class="copyright">VN-Stiplovsek</span>
Dem Schnee im Stadion ging es am Montag an den Kragen. VN-Stiplovsek

Beide Mannschaften gingen hinsichtlich Vorbereitung – auch notgedrungen – unterschiedliche Wege. In Altach wurde der Kunstrasen noch am Sonntag geräumt, sodass das Team zwei reguläre Einheiten absolvieren konnte. Die gestrige Weihnachtsfeier des Klubs ging allerdings ohne die Spieler über die Bühne. Dafür sprang das Betreuerteam rund um Chefcoach Joachim Standfest und Sportdirektor Roland Kirchler in die Bresche und sorgte für eine tolle Bewirtung der zahlreichen Gäste. Die Lustenauer drückten vor der samstägigen Absage am Freitag dem Kooperationspartner HC Hard – erfolgreich – die Daumen im Spitzenspiel gegen Bruck/Trofaiach. Am Sonntag wechselte die Mannschaft in die Halle, ehe gestern das Abschlusstraining auf dem Kunstrasen in Hohenems über die Bühne ging.

Admiral Bundesliga

15. Spieltag (Nachtrag)

Cashpoint SCR Altach vs SC Austria Lustenau Dienstag

Altach, Cashpoint Arena, 19 Uhr, SR Christopher Jäger (S)

Teamnews

CASHPOINT SCR ALTACH

MÖGLICHE AUFSTELLUNG (3-5-2) Stojanovic – Reiner, Lukas Gugganig, Koller – Gebauer, Jäger, Bähre, Fadinger, Lukacevic – Reiter, Gustavo Santos

ERSATZ Schützenauer – Edokpolor, Reiter, Strauss, Jan Jurcec, Ingolitsch, Bischof

FRAGLICH Nuhiu (krank)

ES FEHLT Prietl (Kreuzbandriss)

SC AUSTRIA LUSTENAU

MÖGLICHE AUFSTELLUNG (3-5-2) Schierl – Mätzler, Boateng, Grujcic – Anderson, Tiefenbach, Rhein, Grabher, Berger – Baden, Anthony Schmid

ERSATZ Helac – Moltenis, Bobzien, Gmeiner, Jonathan Schmid, Cissé, Diaby

ES FEHLEN Fridrikas (Muskelverletzung), Maak (nach Rücken-OP), Devisate (Kreuzbandriss), Surdanovic (Kreuzbandriss)

Die Ausgangslage ist klar, darüber will Lustenaus Interimscoach Alexander Schneider gar nicht viele Worte verlieren. „Für uns hat das Spiel große Bedeutung.“ Allerdings ist der 30-jährige Deutsche ehrlich genug, um festzustellen, dass selbst ein Sieg die Herbstbilanz nicht verschönern könne. „Unser Ziel war es nie, den Trainer zu entlassen. Jetzt ist einfach die Mannschaft in der Pflicht.“ Und da soll die Rückkehr zu offensiverer Spielkultur für mehr Sicherheit auf dem Platz sorgen. Diesbezüglich sieht er durchaus Vorteile, allerdings befürchtet er aufgrund des tiefen Bodens ein Kampfspiel.

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Und da attestiert Schneider den Hausherren ein gewisses Übergewicht. Die Zielsetzung ist klar und hat sich gegenüber Samstag nicht verändert: „Wir wollen gewinnen.“ So könne man in der Tabelle punktemäßig auf den Gegner und auch auf die WSG Tirol wieder Druck ausüben. Apropos Druck: Dieser sei in seiner neuen Rolle sicherlich größer, aber das betreffe das gesamte Betreuerteam und vor allem die Mannschaft. Auch sein Gegenüber, Altachs Chefcoach Joachim Standfest, geht im Vorfeld von „sehr intensiven 90 Minuten“ aus. Deshalb sei es wichtig, dass „die Spieler bereit sind, den Kampf auf einem schwer zu bespielenden Boden anzunehmen“. Für beide gilt: Nur der Sieger nimmt ein gutes Gefühl mit in die Winterpause. Mit Siegen jedoch gingen beide Teams im Herbst bislang sparsam um. Altach wartet seit sieben Spielen, die Austria ist überhaupt noch sieglos.

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Alles bereit für das Ländle-Derby am Dienstag zwischen Altach und der Lustenau Austria. <span class="copyright">VN-Stiplovsek</span>
Alles bereit für das Ländle-Derby am Dienstag zwischen Altach und der Lustenau Austria. VN-Stiplovsek

Einsatz von Atdhe Nuhiu weiter fraglich

Das große Fragezeichen im Lager der Altacher steht hinter dem Namen Atdhe Nuhiu. Der Stürmer ist nach seiner Erkrankung wohl noch nicht so weit, um einen Einsatz im Derby zu wagen. Allerdings will Coach Joachim Standfest erst heute entscheiden. Doch will er auch mit Blick auf das Sturm-Spiel am Sonntag den Einsatz des 34-Jährigen nicht unbedingt erzwingen. Als mögliche Variante steht das Duo Reiter/Gustavo parat. Verraten will Standfest jedoch nichts.

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Shuttle-Dienst für die Derby-Zuschauer

Aufgrund der winterlichen Verhältnisse rund um die Cashpoint Arena wird es zu Problemen bei der Anreise kommen. Deshalb hat der Klub vorgesorgt und bietet allen Zuschauern, die mit den Autos anreisen, eine Parkmöglichkeit bei der Firma Gunz in Mäder an. Von dort fährt ein Shuttle-Bus direkt zum Stadion. Eine weitere Variante ist in Abklärung. So sollen auch beim Huber-Shop in Altach die Parkplätze benutzbar sein.