Auf Kampf gegen Schnee folgt das Derby

Sport / 04.12.2023 • 22:10 Uhr
Mit vereinten Kräften wurde der Schnee rund um den Stadionrasen beseitigt.VN/Stiplovsek
Mit vereinten Kräften wurde der Schnee rund um den Stadionrasen beseitigt.VN/Stiplovsek

Tiefer Boden lässt ein Spiel mit viel Kampf erwarten. Anpfiff in Altach erfolgt heute um 19 Uhr.

Altach Das bevorstehende Derby zwischen dem Cashpoint SCR Alt­ach und dem SC Austria Lustenau kennt schon den ersten Sieger. Es sind dies die vielen ehrenamtlichen Helfer des Bundesligaklubs aus dem Rheindorf, die mit vollem Einsatz gegen den letzten Schnee auf und neben dem Platz kämpften und für augenscheinlich gute Bedingungen sorgten. Das Spielfeld ist geräumt, der Boden allerdings sehr tief, doch dem Anpfiff durch den Salzburger Referee Christopher Jäger steht heute Abend (19 Uhr) nichts mehr im Wege.

Beide Mannschaften gingen hinsichtlich Vorbereitung – auch notgedrungen – unterschiedliche Wege. In Altach wurde der Kunstrasen noch am Sonntag geräumt, sodass das Team zwei reguläre Einheiten absolvieren konnte. Die gestrige Weihnachtsfeier des Klubs ging allerdings ohne die Spieler über die Bühne. Dafür sprang das Betreuerteam rund um Chefcoach Joachim Standfest und Sportdirektor Roland Kirchler in die Bresche und sorgte für eine tolle Bewirtung der zahlreichen Gäste. Die Lustenauer drückten vor der samstägigen Absage am Freitag dem Kooperationspartner HC Hard – erfolgreich – die Daumen im Spitzenspiel gegen Bruck/Trofaiach. Am Sonntag wechselte die Mannschaft in die Halle, ehe gestern das Abschlusstraining auf dem Kunstrasen in Hohenems über die Bühne ging.

Die Ausgangslage ist klar, darüber will Lustenaus Interimscoach Alexander Schneider gar nicht viele Worte verlieren. „Für uns hat das Spiel große Bedeutung.“ Allerdings ist der 30-jährige Deutsche ehrlich genug, um festzustellen, dass selbst ein Sieg die Herbstbilanz nicht verschönern könne. „Unser Ziel war es nie, den Trainer zu entlassen. Jetzt ist einfach die Mannschaft in der Pflicht.“ Und da soll die Rückkehr zu offensiverer Spielkultur für mehr Sicherheit auf dem Platz sorgen. Diesbezüglich sieht er durchaus Vorteile, allerdings befürchtet er aufgrund des tiefen Bodens ein Kampfspiel. Und da attestiert Schneider den Hausherren ein gewisses Übergewicht. Die Zielsetzung ist klar und hat sich gegenüber Samstag nicht verändert: „Wir wollen gewinnen.“ So könne man in der Tabelle punktemäßig auf den Gegner und auch auf die WSG Tirol wieder Druck ausüben. Apropos Druck: Dieser sei in seiner neuen Rolle sicherlich größer, aber das betreffe das gesamte Betreuerteam und vor allem die Mannschaft. Auch sein Gegenüber, Altachs Chefcoach Joachim Standfest, geht im Vorfeld von „sehr intensiven 90 Minuten“ aus. Deshalb sei es wichtig, dass „die Spieler bereit sind, den Kampf auf einem schwer zu bespielenden Boden anzunehmen“. Für beide gilt: Nur der Sieger nimmt ein gutes Gefühl mit in die Winterpause. Mit Siegen jedoch gingen beide Teams im Herbst bislang sparsam um. Alt­ach wartet seit sieben Spielen, die Austria ist überhaupt noch sieglos.