Rückkehr des verlorenen Sohnes

Robert Weber mit Bärnbach/Köflach zu Gast bei Bregenz Handball.
Bregenz Zum Abschluss der Hinrunde kommt es in der HLA-Meisterliga zu zwei Duellen zwischen Vorarlberg und der Steiermark. Heute (18.30 Uhr) hat Bregenz Handball Schlusslicht Bärnbach/Köflach zu Gast, und am Freitag (19 Uhr) empfängt der Alpla HC Hard Leader Bruck/Trofaiach.
Letztes Ligaspiel vor über 15 Jahren
Ein Akteur in den Reihen von Bärnbach/Köflach freut sich besonders auf das Gastspiel in der Landeshauptstadt. Für Robert Weber, seit Samstag 38 Jahre alt, ist es der erste Auftritt in seiner Heimat seit 15 Jahren. Im Mai 2008 absolvierte der ÖHB-Rekordteamspieler und Torschütze bei WM- und EM-Endrunden sein letztes Ligaspiel im Ländle. „Ich freue mich riesig auf das Spiel in Bregenz, und es wäre natürlich absolut genial, wenn uns in meiner Heimat der erste Sieg in dieser Saison gelingen würde“, betont Weber.
Der langjährige Deutschland-Legionär, der Mitte Oktober zu den Steirern gewechselt ist, warf bei den Niederlagen gegen Hard (30:31), in Schwaz (23:32), gegen Ferlach (20:28) und in Krems (21:28) insgesamt 21 Tore. Seit knapp einer Woche ist Vorarlbergs einzige Europacupsieger (Anmerkung: letzte Saison mit Füchse Berlin) beim Fusionsklub nicht nur Spieler, sondern auch Trainer und sportlicher Leiter. „Durch meine neue Aufgabe kamen auch die Feierlichkeiten zum Geburtstag etwas zu kurz. Auf dem Weg zurück in die Steiermark habe ich einen möglichen neuen Torhüter aus Deutschland am Flughafen in München abgeholt. Wir wollen unbedingt den Klassenerhalt schaffen, und ich habe versprochen, alles zu tun, damit dies gelingt.“
Parallel zu seinen Aktivitäten als Manager hat sich Weber in den letzten Tagen auch intensiv auf das Spiel gegen Bregenz vorbereitet: „Gemeinsam mit Co-Trainer Noel Pausits haben wir die letzten Spiele von Bregenz genau analysiert. Jetzt gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse auf dem Spielfeld nicht nur wie zuletzt in Krems 20 Minuten, sondern die Gesamtspielzeit umzusetzen und uns für die gute Arbeit im Training zu belohnen. Die Moral in der Mannschaft ist trotz der hartnäckigen Negativserie vorhanden. Größtes Manko ist sicher das fehlende Selbstvertrauen, und diese Blockade gilt es zu beseitigen.“
Gegner ernst nehmen
Bregenz-Trainer Marko Tanaskovic spricht vor dem Intermezzo zwischen den beiden Europacupduellen gegen Runar Sandefjord von der kniffligen Aufgabe: „Nach der fantastischen Leistung beim 33:29-Erfolg gegen Sandefjord wird ein klarer Sieg gegen Bärnbach/Köflach erwartet. Doch genau darin liegt die große Unbekannte. Unser Gegner steht mit dem Rücken zur Wand und kann nur gewinnen. Wir dürfen nicht jetzt schon an das Rückspiel am Sonntag in Norwegen denken und meinen, das Ligaspiel wird ein Selbstläufer. Wir müssen jeden Gegner ernst nehmen. Wir haben mehr Qualität, und die müssen wir auf die Platte bringen. Wir spielen zu Hause, haben in dieser Saison noch kein Ligaspiel in der eigenen Halle verloren, und daran soll sich nichts ändern.“
„Es wäre absolut genial, wenn uns in meiner Heimat der erste Sieg gelingen würde.“