Neuer Trainer für Rossi bei Minnesota

Die Wilds haben Chefcoach Dean Evason freigestelllt. Als neuer Trainer des Vorarlbergers beim NHL-Klub ist John Hynes.
St. Paul Die 1:4-Niederlage gegen Detroit war eine zu viel. Nach 19 Spielen der Saison in der National Hockey League mit zuletzt 13 Pleiten in 16 Partien, 14 Punkten und Platz 30 unter den 32 Teilnehmern zog das Management der Minnesota Wild die Reißleine, stellte Chefcoach Dean Evason frei. Auch Assistent Bob Woods, der für die Defensivabteilung und das Unterzahlspiel zuständig war, musste gehen.
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Der Nachfolger beim Team von Marco Rossi steht mit John Hynes schon fest. Der 48-jährige Amerikaner war zuletzt bei den New Jersey Devils (2015 – 2019) und den Nashville Predators (2020 – 2023) an der Bande gestanden. Hynes, der siebte Coach in der Geschichte des Klubs, und Wild-Manager Bill Guerin kennen sich länger, u. a. aus gemeinsamen Zeiten beim AHL-Klub Wilkes-Barre Penguins. Als Spieler stürmte er zwei Saisonen für die renommierte Boston Universität in der NCAA, ehe er ebendort seine Trainerkarriere startete.

Evason hatte in Minnesota in der Saison 2019/20 Bruce Boudreau abgelöst und esin fünf Saisonen auf 147 Siege, 77 Niederlagen und 27 Ein-Punkte-Spiele gebracht. Er lieferte mit seiner Mannschaft zuletzt zwei Saisonen mit mehr als 100 Punkten ab, war in den Play-offs aber drei Mal in Runde eins gescheitert. Wie damals sind auch aktuell Probleme im unzulänglichen Unterzahlspiel und fehlende Disziplin an der Wild-Misere schuld. In dieser Saison stehen beim Penaltykilling lediglich 66,7 Prozent in der Statistik, man kassierte dabei 23 der 77 Gegentore. Daneben hadert der Klub aber auch mit schwankenden Torhüterleistungen, instabilen Abwehr-Auftritten und Scoring-Ausfällen bei Stürmerstars wie Kirill Kaprisov (19 Spiele/sechs Tore) oder Matt Boldy (12/1).

„Ich bedanke mich für seine harte Arbeit und seine Hingabe für unsere Organisation“, sagt Guerin zum Abgang von Evason. Der Vertrag des scheidenden Trainers, rund zwei Millionen wert, läuft noch bis in die Saison 2024/25. Dem Klub fehlen 14,7 Millionen Dollar für Spielerverpflichtungen im Budget, nachdem die Veteranen Ryan Suter (38/Dallas) und Zach Parise (39/zuletzt New York Islanders) aus ihren Verträgen herausgekauft wurden.
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63 Spiele sind für Minnesota noch ausständig, es ist also noch genug Zeit, um genügend Punkte für eine Play-off-Teilnahme zu sammeln. Zwischen 80 und 90 Zähler werden notwendig sein, um in die Saisonverlängerung zu kommen. Rossi und Co. treffen im nächsten Ligaspiel in der Nacht auf Mittwoch (2 Uhr) in St. Paul auf die St. Louis Blues. Heimo Kofler