Nächste Pleite für harmloses Altach

Gegen Klagenfurt kann Altach nicht gewinnen. Mehr noch, reichte doch eine Unachtsamkeit, um das Heimspiel mit 0:1 zu verlieren. Es war die fünfte Niederlage bei sieben sieglosen Spielen in Folge.
Altach Der Cashpoint SCR Altach bleibt tief in der Ergebniskrise stecken. Mit dem 0:1 gegen Klagenfurt wurde das vierte Match in Folge verloren. Keine guten Aussichten in Richtung Derby am 3. Dezember. Ohne Cheftrainer Joachim Standfest – der 43-Jährige musste die Partie aufgrund einer Grippe zu Hause im TV anschauen – und mit drei Veränderungen, Sandro Ingolitsch für Christian Gebauer, Constantin Reiner für Felix Strauss sowie Gustavo Santos für Dominik Reiner, waren die Rheindörfler zwar die überlegene Mannschaft, allein es fehlte an Effizienz.
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Die Geschichte der ersten Halbzeit ist so auch schnell erzählt. Altach versuchte, Klagenfurt wartete, konterte und war vor dem Tor gefährlicher. Weil die Hausherren es nicht schafften, gegen die massive Abwehrmauer der Kärntner ein Mittel zu finden. Zu oft wurde der Pass zur Seite gesucht und auf das Risiko eines Zuspiels in die Tiefe verzichtet. Für die Gäste war es denn gar nicht so schwer, mit einer 1:0-Führung in die Pause zu gehen

Ein schneller Konter
Es war in Minute 25, als Altach von den Gästen klassisch ausgekontert wurde. Schnell ging es über die linke Seite. Ingolitsch verlor das Laufduell gegen Till Sebastian Schumacher und dessen Pass zur Mitte erreichte den völlig frei stehenden Christopher Wernitznig. Während Altachs Abwehr im Kollektiv schlief und auf Abseits spielte, bugsierte der 33-jährige Routinier den Ball gekonnt an Keeper Dejan Stojanovic vorbei ins lange Eck.
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Admiral Bundesliga
15. Spieltag
Cashpoint SCR Altach vs SK Austria Klagenfurt 0:1 (0:1)
Altach, Cashpoint Arena, 4222 Zuschauer, SR Julian Weinberger (W)
Tor: 25. 0:1 Jaritz
Gelbe Karten: 8. Djoric, 45./+ 1 Bonnah, 45./+ 1 Irving (alle Klagenfurt/jeweils Foulspiel), 76. Jäger (Altach/Foulspiel), 87. Lukacevic (Altach/SR-Kritik), 90./+ 1 Schwarz, 90./+ 1 Menzel (beide Klagenfurt/jeweils SR-Kritik)
Cashpoint SCR Altach (3-5-2) Stojanovic – Reiner (67. Gebauer), Lukas Gugganig, Koller – Ingolitsch, Jäger, Bähre, Fadinger (67. Jan Jurcec), Lukacevic – Nuhiu, Gustavo Santos (78. Reiter)
SK Austria Klagenfurt (3-5-2) Menzel – Djoric, Mahrer, Wimmer – Bonnah (60. Straudi/79. Robatsch)), Wernitznig, Benatelli, Irving, Schumacher – Karweina (60. Schwarz), Jaritz (84. Binder)

Keine Wechsel zur Pause
Mit zu wenig Nachdruck agiert, zu wenig Mut gezeigt – das zu ändern war das Ziel in Halbzeit zwei. Vorerst ohne Wechsel. Denn Roman Wallner, der seinen erkrankten Chef an der Seitenlinie vertrat, vertraute weiter auf die Anfangself. Doch man tat sich weiter schwer gegen einen massiv stehenden Abwehrblock der Gäste. Mehr noch, gewinnt Klagenfurt doch mehr und mehr die Oberhand. Daran ändert auch eine gute Einschussmöglichkeit von Ingolitsch nichts, der nach einer Auflage von Gustavo Santos aus guter Distanz nur einen Klagenfurter anschießt (56.).
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Klagenfurt jedoch zeigt vermehrt die Routine und die Selbstsicherheit, die Altach ob der zuletzt erlittenen Niederlagen komplett verloren gegangen ist. Vieles wurde versucht, doch es wollte nichts gelingen. Etwa beim Kopfball von Paul Koller nach einem Eckball – der Ball flog über die Querlatte (68.). Oder auch bei Nuhius Kopfball nach 72 Minuten, der nur knapp das Tor verfehlte. Es war die Zeit, als Altach endlich mehr Druck hinter die eigenen Angriffe bekam und sich erstmals Räume auftaten.
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Doch alles Anlaufen blieb ohne Erfolg. Weil man vor dem Tor zu harmlos agierte, weil Klagenfurt zu geschickt verteidigte. Altach muss damit eine Woche vor dem prestigeträchtigen Derby 3. Dezember) einen weiteren Rückschlag einstecken.
