Duell auf Augenhöhe als echter Gradmesser

Zum Duell Paul Koller (links) vs Sina Karweina kann es auch am Sonntag in Altach kommen.
apaNoch kein Bundesligasieg gegen Austria Klagenfurt. Altachs Gier ist umso größer als man zuletzt drei Ligapleiten in Folge in Kauf nehmen musste.
Altach Am Sonntag (14.30 Uhr) ist „Kratzen und Beißen“ (Standfest) angesagt, wenn Altach im vorletzten Heimspiel 2023 Austria Klagenfurt empfängt. Es gilt die in den Heimspielen gezeigte Leidenschaft an den Tag zu legen. Ein wichtiger Punkt werde zudem sein, im richtigen Moment zu attackieren.

Von den Abläufen her hat sich laut Altachs Cheftrainer Joachim Standfest in der dritten Länderspielpause des Herbstes nicht allzu viel geändert. Die eine oder andere Minute länger in der Besprechung, aber ansonsten gleich wie immer: Im ersten Training nach dem Spiel wurde die Tirol-Partie aufgearbeitet.
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Über den kommenden Gegner spricht der 43-Jährige dann doch mit Respekt. „Weil die Mannschaft über ein, zwei Jahre gewachsen ist, das Team ist zusammengeblieben und punktuell verstärkt worden.“ Diesbezüglich sei Klagenfurt seiner Elf doch um einiges voraus. Es ist auch die Intensität auf dem Platz, die Klagenfurt zu einem unangenehmen Gegner für viele Teams macht, wie Standfest festhält. Ein Thema, das er auch seiner Mannschaft vermittelt und das zuletzt doch ein wenig verloren gegangen ist.

„Weiß nicht, was ihm spontan einfällt. Vielleicht in Minute 90 als Stoßstürmer.“
Paul Koller, schmunzelnd auf die Frage, ob er nach seinem Teamdoppelpack als Stürmer infrage käme
Kein Problem hat Standfest mit den aktuellen Statistiken. „Ich gehe das Spiel genau gleich an, wie wenn wir zuvor zwei Partien gewonnen hätten. Für mich zählt das nächste Spiel, und da gilt es drei Punkte zu holen. Klar, für die Mannschaft wäre es wichtig, wenn wir mal wieder ein Erfolgserlebnis einfahren würden.“
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Und das sind die Statistiken: fünf Ligaspiele gegen Klagenfurt, vier Niederlagen und ein Remis – ein Torverhältnis von 2:14. Zudem wartet Altach in der Liga seit sechs Spielen – vier Niederlagen, zwei Remis – auf einen Sieg.
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Admiral Bundesliga
15. Spieltag
Cashpoint SCR Altach vs SK Austria Klagenfurt Sonntag
Altach, Cashpoint Arena, 14.30 Uhr, SR Julian Weinberger (W)
Teamnews
CASHPOINT SCR ALTACH
MÖGLICHE AUFSTELLUNG (3-5-2) Stojanovic – Reiner, Lukas Gugganig, Koller – Gebauer, Jäger, Bähre, Reiner, Lukacevic – Nuhiu, Gustavo Santos
ERSATZ Schützenauer – Edokpolor, Fadinger, Strauss, Jan Jurcec, Ingolitsch, Bischof
ES FEHLEN Bukta (rekonvaleszent); Prietl (Kreuzbandriss), Zwischenbrugger (krank)
SK AUSTRIA KLAGENFURT
MÖGLICHE AUFSTELLUNG (3-5-2) Menzel – Wimmer, Djoric, Mahrer – Straudi, Irving, Benatelli, Gemicibasi, Schumacher – Karweina, Jaritz
ERSATZ Puntigam – Bonnah, Robatsch, Schwarz, Wernitznig
ES FEHLEN Arweiler (Fußverletzung), Gkezos (Sprunggelenks-OP), Cvetko (Fußsohle), Soto (Reha nach Bandscheiben-OP), May (Aufbautraining), Knaller (Knöchelverletzung)
Absoluter Top-Einkauf
Er ist jung, er ist der Aufsteiger in Altach – und er kann seine Situation und jene der Mannschaft bestens einordnen. Das könne immer mal passieren, so ein Defensiv-Aussetzer wie gegen Tirol, sagt Paul Koller. Den Verteidiger scheint nicht so schnell etwas aus der Bahn zu werfen. Sein Wechsel im Sommer zu den Rheindörflern hat sich für ihn bezahlt gemacht. Mit seinen 21-Jahren ist er am besten Weg, eine Rekordsaison hinzulegen. 1694 Minuten war er in der Vorsaison für den GAK auf dem Platz gestanden. Heute, eine Liga höher, hat er bereits 1098 Minuten in den Beinen – und das bei 13 Einsätzen. Hinzu kommen U-21-Matches und lange Reisen, bedingt durch den Standort Altach. Natürlich, so Koller, spüre er ein wenig Müdigkeit. Das beste Alleinmittel dagegen? Spiele. “Wie jetzt gegen Klagenfurt oder dann das Derby.”

Wichtig sei einfach, dass der Fokus wieder mehr auf die Defensive gelegt wird. “Auf das, was uns stark gemacht hat”, bringt es Koller auf den Punkt. “Gemeinsam gegen den Ball arbeiten und von der Aggressivität her, ein, zwei Gänge nach oben schalten.”
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Und wie schätzt Koller den sonntägigen Gegner ein? “Klagenfurt ist eine sehr ballsichere Mannschaft. Aber wir haben im ersten Spiel bewiesen, dass wir durchaus auf Augenhöhe agieren und Klagenfurt auch wehtun können.”
Lobende Worte findet der Verteidiger auch für seinen Trainer, der nunmehr schon bei vier Gelben Karten hält und bei einer weiteren für das Derby gesperrt wäre. “Ich finde, dass er eher ein ruhiger Typ ist. Wenn er nicht gerade an der Seitenlinie steht und ein Tor aberkannt wird.”