Noch kein neuer Trainer in Sicht

Bei Austria Lustenau wartet man bezüglich neuem Trainer zu.
Lustenau Fix ist, dass nichts fix ist. Die Trainersuche bei Austria Lustenau steckt nach der Beurlaubung letzte Woche von Markus Mader in den Kinderschuhen. Im Lager der Grün-Weißen herrscht noch keine Einigkeit darüber, wie das Profil des neuen Coaches aussehen soll. „Wir haben intern noch nicht festgelegt, welchen Typ Trainer wir als passend ansehen“, erklärt Sportdirektor und Intermscoach Alexander Schneider.
“Ich kann versprechen, dass am 4. Jänner zum Trainingsstart ein neuer Trainer da sein wird.”
Alexander Schneider, Sportdirektor Austria Lustenau
Zwei Varianten

Soll ein klassischer „Feuerwehrmann“ die Mannschaft übernehmen, „der uns den Klassenerhalt sichert und einen Vertrag bis Saisonende unterschreibt oder legen wir uns auf eine längerfristige Lösung fest. Ein Mann, dem wir zutrauen, mit der Austria die nächsten Jahre erfolgreich zu gestalten“ so der Deutsche weiter. Faktoren, über die man intern diskutiert. Fix ist: In den nächsten drei Wochen bis zum Ende des Herbstdurchganges wird es keinen Neuzugang auf der Trainerbank der Lustenauer Austria geben. Bis dahin werden Schneider und Co-Trainer „Momo“ Gerdi die Trainings leiten und an den Spieltagen auf der Bank Platz nehmen. Dafür gab Schneider ein Verprechen ab: „Zum Trainingsstart am 4. Jänner wird ein neuer Coach der Austria vorstehen. Wann genau es zu einer Verpflichtung kommt, bleibt aber eben abzuwarten.“
Viel Arbeit vor der Brust

Für den 30-Jährigen stehen nun also arbeitsame Tage und Wochen an. Als Trainer und als Sportdirektor, der neben der Trainersuche auch nach Ablauf der Herbstsaison den eigenen Kader genauestens analysieren muss. Kein Problem für den Angestellten von Core Sports Capital, der seit dem 10. Jänner 2020 als Sportkoordinator bei der Austria tätig ist: „Ich habe kein Problem damit, dass viel Arbeit auf mich zukommt. Ich habe mich ja für diesen Job entschieden, und der bringt in solch Situationen, in der wir uns befinden, Arbeit mit sich.“
Doch Vorrang haben aktuell die noch drei ausstehenden Spiele bei Sturm Graz (Samstag, 17 Uhr), beim SCR Altach (Sonntag, 3. Dezember, 14.30 Uhr) und gegen den LASK in Bregenz (Samstag, 9. Dezember, 17 Uhr). „Der volle Fokus von uns allen liegt jetzt auf diesen drei wichtigen Spielen“, so Schneider. Danach folgen die nächsten Schritte.
Reizvolle Aufgabe
Bis dahin hat die Austria bereits ihr erstes von vielen Ligaspielen im Bregenzer ImmoAgentur Stadion absolviert haben. Und wer weiß, vielleicht kommt es im Zuge des Stadionwechsels auch gleich zu einem Wechsel bei den Bankangestellten. Denn, dass SW Bregenz-Trainer Andreas Heraf eine naheliegende Lösung für das Trainerproblem der Lustenauer wäre, haben nicht nur die Spatzen in Vorarlberg von den Dächern gepfiffen.
„Ein Engagement in Lustenau hat durchaus seinen Reiz. Aber es gab keinen Kontakt.“
Andreas Heraf, Trainer SW Bregenz

Der 56-Jährige führte SW Bregenz jüngst zurück in den Profifußball und formte gleich ein Spitzenteam der 2. Liga. Zudem kennt Heraf die Gegebenheiten in Lustenau bestens, stand zwischen 2003 und 2005 schon als Cheftrainer der Austria an der Linie. „Ein Engagement in Lustenau hätte für mich durchaus seine Reize. Aber mehr kann ich dazu nicht sagen, weil es noch keinen Kontakt gab. Daher lege ich alles, was ich habe, für SW Bregenz in die Waagschale“, erklärt der Wiener offen und ehrlich.
Aus dem Umfeld des Zweitligaaufsteigers ist zu vernehmen, dass man dem Erfolgstrainer keine Steine in den Weg legen würde. Zumal es auch noch keine Gespräche mit Heraf, dessen Vertrag in Bregenz nur bis Sommer 2024 läuft, über eine etwaige Vertragsverlängerung gab.