Denn sie spielten nur einen Herbst

Bei den Bundesligafrauen der SPG Lustenau/Dornbirn steht erneut ein personeller Umbruch an.
Dornbirn Mit dem Bundesligaaufstieg im Sommer hat die SPG FC Lustenau/FC Dornbirn auch personell einen Umbruch erlebt. Elf neue Spielerinnen wurden verpflichtet, auch dank der Kontakte und finanziellen Unterstützung durch Präsident Werner Brunold. Doch die Herbstsaison ist sportlich nicht nach dem Wunsch des Klubchefs verlaufen. Nicht zuletzt deshalb kommt es nun in der Winterpause zu einer weiteren Veränderung im Kader.
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Dabei hat die Spielzeit aus Sicht des Aufsteigers schon unglücklich begonnen. Die beiden Spanierinnen Nadia Dopico Diaz (26) und Maikerlin Astudillo Sequera (31) haben den Klub auf eigenen Wunsch schon nach dem ersten Ligamatch bei Sturm Graz (0:5) verlassen. Am Ende blieb die Mannschaft mit nur zwei Siegen – einer in der Meisterschaft (1:0 in Neulengbach) und einer im ÖFB-Cup (11:1 gegen Leiblachtal) – hinter den Erwartungen zurück. Nur ein Spiel ohne Gegentreffer, damit verbunden weiter im Abstiegskampf involviert, sowie das Cup-Aus beim LASK haben jetzt die Alarmglocken läuten lassen.

„Wir werden uns im Winter gezielt verstärken müssen, um besser zu werden.“
Werner Brunold über den erneuten Kaderumbruch
Von Klubseite wurden nun die Vereinbarungen mit vier weiteren Spielerinnen aufgelöst. So werden im Frühjahr neben Innenverteidigerin Olha Zeziukina (26) auch Kendy Dayana Morales Gomes (23) nicht mehr dem Bundesligakader angehören. Erstere habe nach einem Gespräch mit der sportlichen Leitung selbst eingesehen, dass es für sie sportlich in Dornbirn keine Zukunft geben wird. Bei Gomes seien es Probleme im familiären Umfeld gewesen, die sie zu einer Rückkehr nach Kolumbien bewogen.
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Neben dem Duo hat sich der Klub nun auch von Samia Ahmad Mohamed Adam (27) sowie von Jordan Christine Schaefer (24) getrennt. „Die Erwartungshaltung an beide war vielleicht zu hoch“, gibt Brunold zu. Zumal Angreiferin Adam in 838 Spielminuten ohne Torerfolg geblieben ist. Die Doppel-Staatsbürgerin – USA/Ägypten – gehörte im Herbst zum Stammpersonal wie die US-Amerikanerin Schaefer.

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Der 24-Jährigen war bei der Verpflichtung zugetraut worden, im Mittelfeld für Stabilität sorgen zu können. „Ich hätte mir von allen mehr erhofft“, spricht Brunold klar den Leistungsgedanken an, dem die Spielerinnen aus Sicht des 60-Jährigen nicht entsprochen haben. In Absprache mit Trainer Klaus Stocker habe man sich indessen geeinigt, Ausschau nach zwei „richtig guten Stürmerinnen“ zu halten. „Lieber einen kleineren Kader und dafür mehr Qualität“, bringt es Brunold auf den Punkt. Thomas Knobel