Wasserfestes Altach feiert Viertelfinaleinzug

Sport / 02.11.2023 • 19:53 Uhr
Dominik Reiter lässt sich für seinen Treffer zum entscheidenden 2:0 feiern. <span class="copyright">gepa</span>
Dominik Reiter lässt sich für seinen Treffer zum entscheidenden 2:0 feiern. gepa

Erstmals seit neun Jahren überwintert der Cashpoint SCR Altach im österreichischen Fußballcup. Im Bundesligaduell gegen Aufsteiger BW Linz feierten die Rheindörfler einen verdienten 2:0-Heimerfolg.

Altach Als Dominik Reiter mit seinem fulminanten Weitschuss zum 2:0 den Cuperfolg sicherstellte, hatte der Regen in Altach bereits aufgehört. Doch nicht nur die Spieler hatten zuvor mit dem Dauerregen ihre Probleme, auch der Rasen litt ob der intensiven Spielweise beider Mannschaften. Doch all das sollte der Freude im Lager der Hausherren keinen Abbruch tun, denn mit einer souveränen Vorstellung zog man verdientermaßen in das Viertelfinale des Uniqa ÖFB Cups ein. Erstmals seit der Saison 2014/15.

Volle Rotation war im Lager der Linzer angesagt. Cheftrainer Gerald Scheiblehner tauschte sein zuletzt gegen Wolfsberg siegreiche Personal gleich auf neun Positionen, während Altach-Coach Joachim Standfest auf bewährtes Material zurückgriff. Allein der genesene Torhüter Dejan Stojanovic rückte wieder in die Mannschaft. Besonders pikant: Mit Torhüter Andreas Lukse, Stefan Haudum und Kristijan Dobras boten die Linzer drei Ex-Altacher auf. Allen gleich, ob zweite oder erste Garnitur, waren die Probleme mit dem überaus tiefen Boden. Schon nach zehn Minuten zeigte der Rasen in der Cashpoint Arena erste Spuren der “Wasserschlacht”.

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Altach-Stürmer Atdhe Nuhiu rieb sich gegen Manuel Maranda auf. <span class="copyright">gepa</span>
Altach-Stürmer Atdhe Nuhiu rieb sich gegen Manuel Maranda auf. gepa

Uniqa ÖFB Cup

Achtelfinale

Cashpoint SCR Altach vs FC Blau-Weiß Linz 2:0(1:0)

Altach, Cashpoint Arena, 2509 Zuschauer, SR Sebastian Gishamer (S)
Torfolge: 33. 1:0 Lukas Gugganig (Kopfball), 73. 2:0 Reiter

Gelbe Karten: 39. Fabio Strauss, 56. Haudum (beide BW Linz/), 82. Ingolitsch, 90./+ 3 Lukas Gugganig (beide Altach/alle Foulspiel)

Cashpoint SCR Altach (3-5-2) Schützenauer – Felix Strauss, Lukas Gugganig, Koller – Gebauer (80. Ingolitsch), Fadinger (62. Prietl), Jäger, Bähre (87. Abdijanovic), Lukacevic (80. Edokpolor) – Jan Jurcec (62. Reiter), Nuhiu

FC BW Linz (3-4-3) Lukse – Haudum, Maranda, Fabio Strauss (76. Pasic) – Schantl (59. Windhager), Brandner, Briedl, Hofer – Dobras (59. Mensah), Feiertag (59. Ronivaldo), Noß (59. Seidl)

Offensive Herangehensweise

Beide Mannschaften scheuten jedoch nicht das Risiko und agierten sehr angriffslustig. Das wurde Altach in der Anfangsphase beinahe zum Verhängnis, denn nach einem abgewehrten Angriff, lancierten die Gäste einen schnellen Konter über Conor Noß. Der Linzer erlief einen Pass in die Tiefe, umkurvte seinen Bewacher Felix Strauss, der sich nur mit einem leichten Klammern behelfen konnte. Schiedsrichter Sebastian Gishamer wollte jedoch kein elfer-verdächtiges Foul gesehen haben und ließ zum Unmut der Gäste weiterlaufen (8.). Die aber hatten in der Folge mehr vom Spiel, weil sie aktiver wirkten und auch ballsicherer.

Abwehrchef Lukas Gugganig gegen Stefan Feiertag. <span class="copyright">gepa</span>
Abwehrchef Lukas Gugganig gegen Stefan Feiertag. gepa

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Paul Koller im Zweikampf mit Kristijan Dobras. <span class="copyright">gepa</span>
Paul Koller im Zweikampf mit Kristijan Dobras. gepa

Doch es waren die Hausherren, die nach einem abgewehrten Eckball und einem zweiten Flankenball von Lukas Fadinger in Fürung ging. Abwehrchef Lukas Gugganig nutzte im Fünfer das Unterlaufen des Balles durch Manuel Maranda und war aus kurzer Distanz per Kopf zur Stelle. Damit war nach 33 Spielminuten nicht nur die Torsperre (467 Minuten beendet), Altach bewies mit dem ersten Torschuss viel Effizienz. Die Standfest-Elf belohnte sich damit für konsequentes Zweikampfverhalten gegen einen Gegner, der es auf dem schwer bespielbaren Rasen vor allem mit Kombinationsfussball versuchte.

Dejan Stojanovic war ins Tor der Altacher zurückgekehrt. <span class="copyright">gepa</span>
Dejan Stojanovic war ins Tor der Altacher zurückgekehrt. gepa

Reiter macht den Unterschied

Nach der Pause war Altach schneller im Spiel. Nicht zuletzt deshalb reagierte der Gästecoach nach rund 60 Minuten mit einem Vierfachwechsel. Die Hausherren blieben jedoch tonangebend, vermochten allerdings einige Standards in Strafraumnähe nicht nutzen. Und so blieb es spannend. Auch weil der eingewechselte Dominik Reiter eine große Möglichkeit ausließ. Nach Traumpass von Mike Bähre umkurvte er Gästekeeper Lukse, doch sein Abschluss mit links verlor auf dem triefend nassen Terrain so viel an Geschwindigkeit, dass Lukse im Zurücklaufen das Leder noch vor der Linie aufgreifen konnte (67.).

Doch Reiter gab sich damit nicht zufrieden. Nur wenig später war es erneut der 25-Jährige, der nach idealer Vorlage von Nuhiu, allen enteilte. Und dieses Mal ließ sich Reiter nicht zweimal bitten. Kaltschnäuzig versenkte er das Leder mit links im Tor der Linzer – 2:0 (73.). Danach war die Partie entschieden. Altach verteidigte souverän die Führung und ließ nichts mehr anbrennen.