Den Survival-Modus beibehalten

Europaspiele-Siegerin Bettina Plank führt sechsköpfiges Ländle-Aufgebot bei Karate-WM an.
Budapest Nach ihrem vergoldeten Auftritt Ende Juni und der erfolgreichen Titelverteidigung bei den Europaspielen in Polen will Karateka Bettina Plank ein zweites Mal in diesem Kalenderjahr das Siegergen auskosten. Dass die 31-jährige Feldkircherin eine Spezialistin für Großevents ist, hat sie bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Zum Saisonabschluss will Österreichs erfolgreichste Karatekämpferin bei der Weltmeisterschaft in Budapest, bei der über 1000 Aktive aus 102 Nationen gemeldet sind, noch einmal ihre Künste und ihr Kämpferherz unter Beweis stellen und ihre Erfolgsbilanz von bislang zwei WM-Bronzenen (2018 und 2016) aufpolieren.
Vorbereitung minutiös getaktet
„Ich hoffe, dass ich meine siebte Weltmeisterschaft genauso genießen kann wie zuletzt die dritten Europaspiele. Ich freue mich auf die Challenge und bin guter Dinge, dass ich sie wieder so gut lösen kann“, erklärt die 31-jährige Heeressportlerin, die am Mittwoch die Vorkämpfe in der Klasse bis 50 Kilogramm (59 TN) bestreiten wird.
Um in Ungarn auch die Medaillenkämpfe am Wochenende zu erreichen, hat die Wahl-Linzerin in der Vorbereitung, die vom Bundestrainer und Lebensgefährten Juan Luis Benitez Cardenes minutiös durchgetaktet war, wieder einmal jegliche Komfortzonen verlassen. „Es waren intensive Trainingswochen zwischen Koordination, Schnellkraft, Explosivkrafttraining und technisch-taktischem Situationstraining. Alles mit High-Intensity-Einheiten, ausgewählten internationalen Sparring-Partnerinnen und einem sehr guten Trainings-Wettkampf Anfang Oktober in Polen. Am Ende war ich nur noch im Survival-Modus“, blickt die Olympia-Dritte von 2021 auf die Vorbereitung zurück. „Spätestens seit der Busfahrt bin ich im WM-Modus. Es geht darum, das umzusetzen, was ich mir im Training angeeignet habe und darum, alles abzurufen, was an Wettkampferfahrung in mir steckt. Es geht um jede Situation auf der Matte. Wenn mir wieder Wow-Momente geschenkt werden sollten, nehme ich diese dankbar an. Ich bin ready!“, verspricht Plank.
Sechs Aktive aus sechs Vereinen
Im Gegensatz zu vorangegangenen Championaten der World Karate Federation (WKF) ist Plank aus Vorarlberger Sicht nicht als Solistin unterwegs, sondern darf sich über Ländle-Unterstützung freuen. Erstmals ist Vorarlberg bei einer Elite-WM mit sechs Aktiven vertreten. Hamsat Irsailov (20) vom KC Lustenau feiert im Kumite bis 60 kg ebenso sein WM-Debüt wie Hanna Devigili (20, KC Götzis), die im Kumite-Team zum Einsatz kommen wird. Weiters dabei im Kata-Team sind Vincent Forster (20, Karate Hofsteig) und die 17-jährigen David Nussbaumer (KC Höchst) und Felix Wagner (KC Dornbirn). Dazu kommt Ex-Weltmeister Daniel Devigili als Coach.
„Wenn mir wieder Wow-Momente geschenkt werden, nehme ich diese gerne an.“
