Altachs Frauen als Sieger im ersten großen Bundesligaderby

Sport / 21.10.2023 • 17:28 Uhr
Altachs Frauen jubeln über den ersten Derbysieg. <span class="copyright">fotos: gepa</span>
Altachs Frauen jubeln über den ersten Derbysieg. fotos: gepa

SPG Altach/Vorderland besiegt im ersten Bundesligaderby in Vorarlberg SPG FC Dornbirn/FC Lustenau mit 3:1.

Dornbirn Seit acht Saisonen, davon nun drei Jahre als SPG Altach/Vorderland, sind Francesca Calo und Co. unumstritten die klare Nummer eins im Vorarlberger Frauenfußball. Im ersten Aufeinandertreffen von zwei Ländle-Klubs im nationalen Oberhaus beim Bundesliganeuling SPG FC Lustenau/FC Dornbirn behielt der Favorit SPG Altach/Vorderland vor knapp tausend Zuschauer in der Birkenwiese mit 3:1 klar die Oberhand.

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„Das war ein starker Auftritt der gesamten Mannschaft. Waren über die 90 Minuten spielerisch die klar bessere Truppe und dominant.

Eilen Campbell, Stürmerin SCR Altach/FFC Vorderland

Die Summer-Ladies verließen als hochverdienter Derbysieger das Spielfeld. „Das war ein starker Auftritt der gesamten Mannschaft. Waren über die 90 Minuten spielerisch die klar bessere Truppe und dominant. Müssen gegen die Topklubs aber noch mehr an der Effizienz arbeiten“, sagt die beste Spielerin der letzten Meisterschaft, Eileen Campbell.

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Für SPG Altach/Vorderland Erfolgscoach Bernhard Summer war es nicht nur ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk, auch die Erkenntnis, dass seine Mannschaft nun wirklich zu einem absoluten Spitzenteam gereift ist. „Haben extrem viele Chancen ausgelassen und in dieser Art und Weise noch nie so erlebt. Die extreme spielerische Überlegenheit wurde dann aber auch in die siegbringenden Treffer umgemünzt. Die große Qualität in der Breite des sehr guten Kaders hilft in den entscheidenden Phasen zudem uns entsprechend weiter.“

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SPG Lustenau/Dornbirn muss weiter auf den ersten Heimerfolg warten und bleibt nach der zweiten Pleite in einer Woche gegen eine Spitzenmannschaft auf Platz acht. Altach/Vorderland ist schon elfmal auf fremden Platz unbesiegt, davon zehn Erfolge und ein Remis. Enttäuschung beim Bundesligaaufsteiger. Fast 70 Minuten roch es in Dornbirn nach einem Punktgewinn für die Stocker-Ladies. Die Brasilianerin Gabriela Tavares da Cruz sorgte mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze für die überraschende Führung der Hausherren (12.). Das erste Tor der Sambatänzerin reicht für die Stocker-Ladies nicht zur faustdicken Sensation.Der Rückstand vom Meisterschaftsmitfavorit Altach/Vorderland wirkte sich aber nicht negativ aus. Vorwiegend Einbahnfußball Richtung des Neuling. Einzig Linda Natter konnte nach einer schönen Einzelleistung den Rückstand wettmachen und traf ins kurze Eck (22.).

Schon zur Pause hätte Altach/Vorderland das Derby klar für sich entscheiden müssen. Doch Ellgaß (14./18.), Campbell (15./31./45.), Olsen (31./Querlatte) und Natter (39.) vergaben Hochkaräter. Glück für den Favorit, als Samia Adam nur die Querlatte traf (62.). An der Spielcharakteristik änderte sich nichts. Altach/Vorderland erspielte sich Chance um Chance. Glücksgriff von Trainer Bernhard Summer. Mit ihrem ersten Ballkontakt traf Hannah Fankhauser nach Vorlage der eingewechselten Rieke Tietz zur umjubelten Führung (70.). Für die erst 17-jährige Youngsterin war es das erste Bundesligator. Allerdings vergab US-Lady Cat Nolan für den Außenseiter die große Möglichkeit zum 2:2 (71.). Campbell machte mit ihrem zweiten Saisontor alles klar (79.). Kofler (63.), Campbell (77./89.) und Tietz (88.) konnten aus ihren Chancen kein Kapital schlagen. Für Altach/Vorderland wartet nach der Länderspielpause nun das Auswärtsspiel beim Serienmeister St. Pölten.  

fussball, frauenbundesliga

7. Spieltag

SPG FC Lustenau/FC Dornbirn – SPG SCR Altach/FFC Vorderland 1:3 (1:1)

Dornbirn, Stadion Birkenwiese, 800 Zuschauer, SR Amina Gutschi (V)

Torfolge: 12. 1:0 da Cruz, 22. 1:1 Natter, 70. 1:2 Fankhauser, 79. 1:3 Campbell

SPG FC Lustenau/FC Dornbirn (4-2-3-1): Ribeiro de Almeida; Müller, Nolan, Bhagerath, Lavric; da Cruz, Schaefer (46. Pajazetovic); Sachs, Adam (86. Winsauer), Walter (75. Benneker); Parapunova

SPG SCR Altach/FFC Vorderland (4-3-3-): Steenhuis; Horvat, Calo, Metzler (59. Heeb), Bereuter; Purtscher (59. Schneider), Kofler, Olsen (68. Tietz; Campbell, Ellgaß (59. Albrecht), Natter (68. Fankhauser)