Austrias Kapitän droht Operation am Rücken

Sport / 19.10.2023 • 20:11 Uhr
Matthias Maak wird in diesem Jahr nicht mehr auf dem Spielfeld stehen. <span class="copyright">Apa</span>
Matthias Maak wird in diesem Jahr nicht mehr auf dem Spielfeld stehen. Apa

Matthias Maak fällt den Rest des Jahres aus. Aufgrund schwerer Rückenprobleme steht nun sogar eine Operation im Raum.

Lustenau Der Engländer hat für die Misere, in der Austria Lustenau in dieser Saison gerade steckt, eine Redewendung parat: „It is raining cats and dog“, neudeutsch „Vom Regen in die Traufe“. Als Mannschaft hält man nach zehn gespielten Runden erst bei ganzen zwei Punkten. Und, um dem Ganzen noch eines draufzusetzen, fällt auch noch der Kapitän langfristig aus. Matthias Maak fehlt seiner Mannschaft bis mindestens Ende des Jahres. Eine Untersuchung bei Rückenspezialist Dr. Michael Gabl in Innsbruck ergab, dass Maak wohl oder übel nicht um eine Operation herumkommen wird.

Matthias Maak hält seit Sommer 2020 seine Knochen für Austria Lustenau hin. <span class="copyright">gepa</span>
Matthias Maak hält seit Sommer 2020 seine Knochen für Austria Lustenau hin. gepa

„Es gibt Tage und Nächte, in denen ich ohne Schmerzmittel nicht auskomme“

Matthias Maak, Kapitän Austria Lustenau

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Kein Gedanken an Fußball

Ein Bandscheibenvorfall und Abnützungserscheinungen an der Bandscheibe führten dazu, dass der Nervenkanal eingeengt ist und große Schmerzen bei Maak verursacht. „Es gibt Tage und Nächte, in denen ich ohne Schmerzmittel nicht auskomme. An Fußball verschwende ich derzeit keine Gedanken“, so der 31-Jährige, dem vom Doktor erklärt wurde, dass er nach etwaiger erfolgreicher Operation und optimaler Wundheilung schon Anfang Jänner 2024 wieder mit dem Trainieren starten könne. „Damit hätte ich ein Datum und Ziel vor Augen, um so schnell wie möglich wieder zur Mannschaft zurückzukehren und sie im Erreichen unseres großen Ziels, dem Klassenerhalt, zu unterstützen. Aber noch ist die endgültige Entscheidung pro oder contra Operation nicht gefallen. Ich werde mich noch mit dem Verein und unserem Ärzteteam austauschen, um die beste Lösung für mich zu finden“, so Maak.

Gegen die Vienna im ÖFB-Cup lief Matthias Maak letztmals für die Austria auf, danach ging nichts mehr. Jetzt steht eine Operation im Raum.<span class="copyright">gepa</span>
Gegen die Vienna im ÖFB-Cup lief Matthias Maak letztmals für die Austria auf, danach ging nichts mehr. Jetzt steht eine Operation im Raum.gepa

Alles probiert

Den Ausschlag für eine OP könnte das im Fußball schon fortgeschrittene Alter geben. Der 31-Jährige, seit über drei Jahren im Dress der Austria und mitverantwortlich am Höhenflug und Aufstieg der Lustenauer in die Bundesliga, weiß um die Umstände im Fußball-Buisness: „Ich habe nicht mehr so viele Jahre als Fußballprofi, deswegen will ich so schnell wie möglich wieder zurück“. Das Thema, die Verletzung konservativ zu behandeln, sprich mit Therapien, Spritzen und Schmerzmitteln, hat Maak schon einmal aufgegriffen. Nachdem er erstmals in dieser Saison nach dem LASK-Spiel (3. September) wegen Rückenproblemen pausieren musste, unterzog er sich einer Spritzenkur und konnte im ÖFB-Cup bei der Vienna wieder ran. „Doch danach ging nichts mehr. Ich habe sofort gemerkt, dass es was Gröberes ist, weil die Schmerzen riesig waren. Bereits einen Tag nach dem Vienna-Spiel habe ich mich damit abgefunden, dass die Pause wohl eine längere sein wird. Dass es nun zu einer Operation kommen könnte, hatte ich aber nicht auf dem Radar“, gibt der 31-Jährige zu.

Drei weitere Stammspieler fehlen in Linz

Auch Anthony Schmid, der zwei der fünf Lustenauer Tore in dieser Saison erzielt hat, fehlt in Linz. <span class="copyright">gepa</span>
Auch Anthony Schmid, der zwei der fünf Lustenauer Tore in dieser Saison erzielt hat, fehlt in Linz. gepa

Maak ist aber nicht die einzige Stammkraft, die der Austria am Samstag bei BW Linz fehlen wird. Balla Diallo (Muskelfaserriss), Anthony Schmid (krank) und Anderson (Probleme mit der Patellasehne) treten die Reise in die Stahlstadt nicht mit an. Wie gesagt: „It is raining cats and dogs“.