Wochen der Wahrheit
Zwei Punkte aus acht Spielen, noch kein Sieg in dieser Saison. Der letzte volle Erfolg in der Liga liegt schon mehr als drei Monate zurück (Europacup-Play-off beim Wolfsberger AC). Austria Lustenau steht als Tabellenletzter aktuell mit dem Rücken zur Wand. Und nun warten auf die Mannschaft von Coach Markus Mader Wochen der Wahrheit. Bis zur Länderspielpause ab 9. Oktober stehen noch denkbar schwere Aufgaben an. Vienna (ÖFB-Cup/a), RB Salzburg (h) und SK Rapid (h). Ein objektiver Blick auf diese Gegner und jener der Grün-Weißen aus den letzten Wochen lassen vermuten: Da ist nicht viel drinnen. Zu Recht. Denn es reicht nicht, sich nach jedem Spiel hinzustellen und wieder über eine vermasselte erste Halbzeit zu reden, nur um dann zu erklären, „dafür war die zweite eine, auf die man aufbauen kann“. Die ersten 45 Minuten gehören eben auch zu einem Spiel.
Sportdirektor Alexander Schneider verlautbarte letzte Woche bei den Kollegen von Sky Sport Austria, „dass wir die Situation annehmen und die Egos hinten anstellen müssen“. Interessante Aussage, bei der ich mich frage: Welcher Spieler der Austria ist derzeit überhaupt in der Position, sein Ego über das der Mannschaft oder des Klubs zu stellen? Fakt ist, man ist immer nur so gut wie das letzte Spiel. So gesehen muss das Ego schon ganz lange ganz weit hinten im Schrank verstaut sein. Es ist also schleunigst angebracht, dass auch der Letzte im Team begreift, dass die Wahrheit einzig und allein am Platz liegt. Wenn nicht, dann fliegt sie einem um die Ohren. Die nächsten Wochen werden es weisen.
Markus
Krautberger
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