Verletzung stoppt Grabher

27-jährige Dornbirnerin muss nach Operation mindestens drei Monate passen.
Dornbirn Hiobsbotschaft für Österreichs beste Tennisspielerin Julia Grabher. Die 27-jährige Dornbirnerin, Nummer 54 der Frauen-Weltrangliste, muss aufgrund einer Operation am Handgelenk der rechten Schlaghand die Saison 2023 frühzeitig beenden. Die Verletzung, die sich Grabher zwei Tage vor dem Grand Slam-Turnier in New York zuzog, entpuppte sich am Ende doch als so schwerwierig, dass sich Grabher für eine Operation entschied. „Beim Training vor den US Open habe ich einen Schlag nicht rein getroffen, ihn versucht auszugleichen. Da ist es passiert. Ich habe schon einen Schmerz gespürt, aber im ersten Moment hätte ich nicht geglaubt, dass es so schwerwiegend sein wird. Wobei schnell klar war, dass ich leider auf die US Open verzichten musste“, erklärt Grabher im Gespräch mit den VN.
Bereits am Mittwoch unterzog sich die Dornbirnerin, die 2023 einen unglaublichen Lauf mit einem ITF-Turniersieg (Gran Canaria) und den Aufstieg in die Weltspitze hinlegte, der OP in Wien. In Österreichs Bundeshauptstadt wird Grabher auch den Großteil ihrer prognostizierten dreimonatigen Reha vollziehen. „Der Entscheid, einen operativen Eingriff zu machen, ging schnell und kam von mir selbst. Ich will so schnell wie möglich wieder konkurrenzfähig und voll fit werden, daher der Eingriff“, so Österreichs beste Tennisspielerin.
Ähnlich wie Dominic Thiem
Die Verletzung der ECU-Sehne (Extensor Carpi Ulnaris), verantwortlich für die Streckung des Handgelenks, ist der von Dominic Thiem, der extrem lange dem Tenniszirkus fern bleiben musste, nicht unähnlich. Wobei Grabher betont, „dass, obwohl ähnlich wie bei Thiem, jede Verletzung individuell ist. Ich blicke jedenfalls sehr optimistisch in die Zukunft und gehe davon aus, nach den prognostizierten drei Monaten wieder am Start zu sein.“
Der Kummer, die bislang großartige Saison bereits im September beenden zu müssen, hat Grabher schon zugesetzt: „Extrem bitter für mich. Auch weil ich in richtig guter Form in den USA war. Jetzt schon die Segel streichen zu müssen, ist ein Wahnsinn. Aber das gehört zum Sport eben auch dazu. Er besteht aus Höhen und Tiefen. So weit man es sagen kann, habe ich es aber schon abgehakt“, gibt sich die Dornbirnerin kämpferisch. In den nächsten Wochen wird Grabher eine Schiene am Handgelenk tragen, danach geht es ins Aufbauprogramm, das sie abwechselnd in Wien und Vorarlberg hinter sich bringen wird.
„Extrem bitter, schon im September die Saison zu beenden. Aber ich bleibe optimistisch.“