Das Sieger-Gen weiter auskosten

Ende Juni holte sich Bettina Plank wie schon vor vier Jahren Gold bei den Europaspielen. GEPA
Karateka Bettina Plank absolviert bei Premier-League-Turnier in Irland ihre WM-Generalprobe.
Dublin Nach den Europaspielen ist vor der Weltmeisterschaft. Karateka Bettina Plank will nach ihren vergoldeten Auftritt Ende Juni bei den Europaspielen in Polen das Siegergen weiter auskosten und und startet „mit viel Leichtigkeit“ und jeder Menge Selbstvertrauen in die zweite Saisonhälfte. Als Höhepunkt steht Ende Oktober die Weltmeisterschaft in Budapest auf dem Programm.
Topbesetzung in Dublin
Nach einer kurzen Sommerpause ging es für die 31-jährige Feldkircherin mit Zug und Flugzeug Richtung Irland. In Dublin feiert die Karate Premiere League in der Sport Ireland National Indoor Arena ihre Premiere. Für Bettina Plank steht dort am Freitag ab 12 Uhr in der 50-kg-Klasse (27 Teilnehmerinnen aus 20 Nationen) im Round-Robin-Modus gleichzeitig die WM-Generalprobe an. „Elf der Top 15 in der Weltrangliste werden wieder am Start sein. Nur mit dem Gruppensieg steigt man ins Viertelfinale auf. Das wird schwer genug und da darf man sich keine Ausrutscher erlauben“, betont Plank, der die erste Saisonhälfte viel Selbstvertrauen gegeben hat. „Diese Goldmedaille bei den Europaspielen war etwas sehr, sehr Besonderes. Ich bin damit als Sportlerin an dem Punkt angelangt, wo ich immer hinwollte. Ich konnte auf der Matte alles abrufen, was ich kann und vielleicht sogar ein bisschen mehr, weil da wieder viel Leichtigkeit war. Genau mit diesem guten Gefühl will ich jetzt weitermachen. Ich denke, dass ich doch auf meine Erfahrung vertrauen kann. Das Ziel lautet: Ende Oktober top-vorbereitet zur WM zu kommen.“

Die Vorbereitung führte die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von Tokio zurück nach Japan, wie vor zwei Jahren die Vorbereitung vor den Sommerspielen absolvierte. Der Olympia-Dritte Ryutaro Araga (+ 75 kg) hatte die Feldkircherin und sieben Nachwuchs-Athlet:innen von Karate Austria zusammen mit Sportdirektor Martin Kremser, Nationaltrainer Juan Luis Benitez Cardenes und Karate-Vorarlberg-Geschäftsführer Gerhard Grafoner zu einem Turnier nach Kameoka eingeladen. „Das war eine wertvolle Erfahrung für unseren Nachwuchs, ein Privileg im Mutterland des Karate! Sie wurden dann sogar auf dem Original-Olympiapodest aus Tokio, das der japanische Verband nach den Spielen Ryotaro Araga geschenkt hatte, geehrt. Auch ich durfte darauf wieder posieren. Das war sehr cool“, sagt Plank, die in den vier Tagen viel Wertschätzung der Gastgeber erfuhr.
Trainingscamp in Hongkong
Nach dem Japan-Trip ging es für Plank für eine Woche nach Hongkong: „Sie haben mich dort als Sparringpartnerin für Tsang Yee Ting eingeladen. Die Weltranglisten-Fünfte startet, wie ich, in der 50-kg-Kategorie, hat die Asien Championships gewonnen und bereitet sich auf die Asien Games vor. Das war natürlich auch eine optimale Vorbereitung für mich und jetzt gilt es, in Irland wieder in den Wettkampfrhythmus zu kommen, um dann bei der WM das maximale Leistungsvermögen abrufen zu können.“